Zechin scheidet gegen Wernburg aus

DKBC-Pokal - 1.Runde Männer

Viele Zuschauer fanden am Samstag, 07.10.2017 den Weg in die Zechiner Kegelbahn am Freibad, um das langersehnte Match zwischen der SG Zechin und dem SV Wernburg (Thüringen) in der zweiten Runde des Deutschen Pokals im Classic-Kegeln (DKBC-Pokal) zu verfolgen. Beide Teams standen sich noch nicht persönlich gegenüber, so dass nur per Scouting die Ergebnisse der vergangenen Spieltage vorlagen. Angesichts dessen ging die Favoritenrolle an die Thüringer, die konstante Zahlen um und über der 600er Marke abriefen. Dennoch zeigte sich, dass die Thüringer eine Leistung erspielten, die man hätte schlagen können. Leider befinden sich die Greens derzeitig in einem Formtief, das sich, auch zum Ärger aller Beteiligten, im Pokalspiel durchzog. Dabei brachte man in den letzten zwei Heimpartien ansprechende Resultate hervor, die diesmal nur ansatzweise erreicht wurden. Daher endete auch diese Begegnung mit einer 6:2-Niederlage bei einem Stand von 3253:3177 Holz. 

Der erste Durchgang gestaltete sich noch recht optimistisch, da Andy Seidemann (531) eine entschlossene Einstellung nach dem Seitenwechsel präsentierte. Sein Gegner Manuel Hopfe (527) gewann die ersten beiden Bahnen, jedoch ließ sich Seidemann nicht beirren. Hartnäckig erkämpfte er die zwei folgenden Bahnen zurück und entschied das Duell aufgrund des höheren Ergebnisses. Währenddessen entwickelt sich Karsten Glatzer (500) immer mehr zum Zechiner Sorgenkind und rennt seiner früheren Form hinterher. Quasi als Nullfaktor stellte er für SVW-Spieler Daniel Zeh (551) keine Herausforderung dar. So stand es 1:1 Unentschieden, wobei der Vorteil von 47 Kegel auf der Seite der Gäste lag.

Im zweiten Abschnitt verloren die Greens beide Duelle. Trotz mutiger Spielweise mit nervenaufreibenden Verlauf, sollte das bessere Ende für die Thüringer vorgesehen sein. Obwohl Thomas Buchholz (549) wahrlich kämpfte wie ein Löwe und regelrecht mit Neunerserien attackierte, hielt Kontrahent Christian Zeh mit dem Tagesbestwert von 576 Holz gekonnt dagegen. Auch das Match zwischen Karten Trabs (505) und Raik Borger (513) war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber auch hier entschied am Ende das bessere Gesamtergebnis zugunsten der Wernburger. Somit führten die Gäste mit 3:1-Punkten bei einem Vorsprung von 82 Holz vor dem letzten Durchgang. Hier brillierte Zechins Marco Sprecht, der mit guten 563 Holz den Bestwert der Hausherren erzielte. Mit einer grundsoliden und vor allem konstanten Spielweise gewann er alle Satzpunkte, so dass Andrej Maak (526) leer ausging. So und nicht anders hätte das Team insgesamt auftreten müssen. Indes begann Kapitän Robert Lehmpfuhl (529) vielversprechend und erspielte eine 2:0 Führung gegen Moritz Roßbild (560). Nach dem Seitenwechsel sollte es aber nicht mehr reichen und Roßbild entwischte mit einer tollen 166er Schlussbahn gänzlich aus den Fängen des Zechiners. Damit endete das Abenteuer DKBC-Pokal bereits im ersten Auftritt. Die SG Zechin gratuliert dem SV Wernburg zu einer guten Leistung und dem verdienten Weiterkommen. Für die kommenden Aufgaben wünschen die Oderbrucher weiterhin Gut Holz! Vielleicht sieht man sich einmal wieder. Nun kann man sich völlig dem Ligabetrieb widmen, dessen bisherigen Verlauf es zu ändern gilt!

Karsten Glatzer