Zechin siegt in Schwedt

Verbandsliga (Männer) - 10.Spieltag

Am 10. Spieltag der Verbandsliga 2017/18 bestritten die Jungs der SG Zechin ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten, dem FC Schwedt 02. Bisher bilanzierte die Mannschaft aus der Uckermark eine ungeschlagene Heimserie, die schon so manches Topteam in die Knie zwang. Am vergangenen Spieltag erlitten die Schwedter eine herbe 7:1-Auswärtsniederlage in Friedrichshain (SPN), die den ersten Platz des Gesamtklassements kostete. Damit waren die Hausherren entsprechend angeschlagen, so dass die Greens den perfekten Moment zur Punktejagd erwischten. Die Oderbrucher beendeten die Schwedter Serie mit einem 5,5:2,5 – Erfolg bei einem Stand von 3115:3058 Holz.

Im ersten Durchgang wurde der Grundstein zum Sieg gelegt, da die Greens sich eine günstige Ausgangsposition schufen. Angefangen mit Andy Seidemann (522), der sich einen hoch spannenden Schlagabtausch mit Frank Pachmann (522) lieferte. Beide Akteure erkämpften sich jeweils zwei Satzpunkte und erzielten exakt dasselbe Ergebnis, was Punkteteilung bedeute. Dieser halbe Mannschaftspunkt war für die Teammoral enorm wichtig, da die SG Zechin im zweiten Duell die Oberhand behielt und den ersten "richtigen" Zähler verbuchte. Es war Karsten Glatzer, der mit 540 Holz nicht nur seinen Gegner Steffen Schiller (496) bezwang, sondern auch den Tagesbestwert der Oderbrucher erspielte. Daher gingen die Gäste mit 1,5:0,5 Mannschaftspunkten und 44 Kegel in Führung.

Im zweiten Abschnitt stellten die Schwedter Peter Merker auf, der mit dem Partiebestwert von 550 Holz den Gegenangriff einläutete. Ihn zu stoppen, versuchte Karsten Trabs (514), der sich nach den ersten beiden Bahnen eine 2:0 Führung erarbeitete. Doch dann drehte Merker auf, der in den Sätzen ausglich und starke 296 Holz verbuchte. Damit war der erste "richtige" Zähler erkämpft. Aber Zechins Kapitän Robert Lehmpfuhl (531) ließ sein Team weiterhin jubeln, da er Thomas Schulz (491) deutlich mit 4:0 Satzpunkten auf Distanz hielt. Folglich stand es nunmehr 2,5:1,5 nach Punkten und die Oderbrucher führten mit 48 Kegel.

Der Start in den alles entscheidenden letzten Durchgang verlief für das Heimteam deutlich besser. Sowohl Dirk Zarling (504) als auch Marcel Leverenz (495) erzielten ihre ersten Satzpunkte. Gegen Zarling agierte Marco Specht (496), der besonders in der Anfangsphase mit dem Schwedter Geläuf zu kämpfen hatte. Schnell ging auch der zweite Satz verloren. Nach dem Seitenwechsel fand Specht endlich den Weg ins Match und verringerte das Holzdefizit auf Zarling gehörig. Denn zwischenzeitlich kamen die Hausherren bis auf sechs Holz heran, so dass die Wende der Begegnung in greifbarer Nähe rutschte. Auf der letzten Bahn glich Specht das Duell aus und musste sich lediglich aufgrund der Gesamtholz geschlagen geben. Gegen die Top 1 der Liga, Marcel Leverenz, stemmte sich zunächst Steffen Paulus. Jedoch war bereits nach der ersten Bahn Schluss, da der Rückstand zu groß wurde und die Zechiner ihren Holzvorteil brauchten. Für Paulus sprang Thomas Buchholz ein, der wie Phönix aus der Asche die Greens zurück ins Spiel führte. Überraschenderweise zeigte sich Leverenz sichtlich beeindruckt und büßte Holz für Holz ein, so dass Buchholz die folgenden drei Bahnen gewann. Die Kombination aus Paulus / Buchholz (512) konnte den bisher besten Spieler der Liga mit 3:1 Satzpunkten besiegen und damit den Auswärtserfolg perfekt machen.

In seiner Abschlussrede lobte Kapitän Lehmpfuhl seine Mannschaft: "Ich bin stolz auf mein Team! Was wir in den letzten Wochen geschafft haben, ist wirklich hervorragend." Er bezieht sich darauf, dass die Oderbrucher aus den letzten vier Spielen sieben von acht möglichen Punkten ergattern. Nach der bevorstehenden einwöchigen Pause, treffen die Ortsrivalen im Derby aufeinander, da die SG Zechin am 02.12. um 13 Uhr den 1. KSC 1959 Seelow empfängt.

Karsten Glatzer