Senftenberger ganz oben dran nach nächstem Tanz auf der Rasierklinge

Verbandsliga (Männer) - 17.Spieltag

Im Spitzenspiel trennen sich die Senftenberger Kegler vom Tabellenführer Kleeblatt Berlin nach engem Spiel mit 5:3 Punkten und jeweils 3209 zu 3180 Kegeln.

Der SV Senftenberg empfang am letzten Samstag die Mannen vom Sonnenplatz der Tabelle. Dort hatte sich heimlich, still und leise die Bundesligareserve von Kleeblatt Berlin festgesetzt. Nachdem man im Hinspiel schon als Sieger aus der Hauptstadt zurückkam, wollte und müsste man zu Hause unbedingt doppelt Punkten. Früh am Morgen mussten die Senftenberger aber einen herben Rückschlag einstecken. Der bis dato beste Heimakteur Steffen „Baby“ Kretzschmar musste krankheitsbedingt absagen. Man musste also umstellen und schauen, wie man die Oberhand behält.

Kurz und schmerzlos gesagt, würde das Spiel spannend bis zur vorletzten Kugel im Schlussdurchgang.

Teilweise äußerst spannende Duelle spielten sich ab.

Die Berliner hatten immer wieder auf der letzten Bahn einen Paukenschlag parat, der die Anzeigetafel und die Zuschauer in der Halle beeindruckte.

So gewannen die Gäste scheinbar sicher geglaubte Punkte in Durchgang 1 durch Thomas Specht und Olaf Richter, die unsere Senftenberger Namensvetter Alex Schuppan und Alex Kloß in arge Bedrängnis und Fassungslosigkeit stürzten.

Das Spiel war offen vor dem Schlusspaar und das lag vor allem an den stark spielenden Jörg Bruhn (541 Kegel) und U23 Landesmeister Ben Ungermann, der auf jeder Bahn brillant agierte und starke 577 Kegel uns Zählwerk brachte.

Da Ingo Lieschke nach 3 wöchiger Spielpause heute ran musste, war immer noch mächtig Dampf in der Partie. Die Gäste haben so manche Partie zum Schluss siegreich gestaltet und die beiden Berliner wollten unbedingt den Sieg oder zumindest Punkte mitnehmen in den Norden.

Die ersten Bahnen gewannen die Berliner und die Nerven wurden zum zerreißen gespannt. Ingo Lieschke verlor seinen Mannschaftspunkt gegen Heiko Bartschek am Ende klar, aber er konnte den Holzabstand so halten, dass Jens Lehmann mit mehr Kegeln gegen Jürgen Drechsler den Sieg herbeiführen könnte.

Das gelang, weil Jens mit Wurf 119 nochmal ins volle Bild kam und Jürgen, der Kapitän der Gäste die gleiche Chance nicht nutzen konnte.

Der Jubel war groß unter allen Senftenberger Keglern und Besuchern dieses nächsten Krimis an der Briesker Straße.

Jetzt sind noch 5 Spiele zu spielen und die Senftenberger haben sich hauchdünn an die Tabellenführer heran gespielt.

Lediglich ein winziger halber Mannschaftspunkt fehlt für den Platz an der Sonne. Ob man diesen nochmal besetzen kann, wird sich zeigen.

Weiter geht es schon nächste Woche beim wichtigen Auswärtsspiel in Cottbus.

Alexander Schuppan