1. KSC 1959 Seelow vs. Sg Zechin - Klassenerhalt

Verbandsliga (Männer) - 22.Spieltag

Am alles entscheidenden 22. Spieltag der Verbandsliga 2017/18 im Classic-Kegeln gelang der SG Zechin die Verwirklichung des primären Hauptziels, da man sich im Derby und zugleich vorerst letzten Aufeinandertreffen in derselben Liga gegen den Dauerrivalen aus Seelow durchsetzte. Die Greens bezwangen den 1. KSC 1959 Seelow auf dessen Territorium mit 6:2 Mannschaftspunkten bei einem überaus deutlichen Stand von 3221:2997 Holz, so dass der Klassenerhalt für die Zechiner perfekt war.

Obwohl der KSC sich seinen Weg durch eine katastrophale Saison, mit z. T. Ergebnissen jenseits von Gut und Böse, ebnen musste, erhoffte man sich ein packendes, stimmungsvolles und mitreißendes Derby. Der erste Durchgang sollte genau diesen Nervenkitzel und die nötige Leidenschaft bieten, um sowohl Zuschauer als auch den Aktiven ein tolles Spiel zu garantieren. So begann Seelows Stefan Kulschun (533) zunächst etwas unsicher und geriet gegen Gästekapitän Robert Lehmpfuhl (547) schnell in Rückstand. Als dann der Zechiner auf der dritten Bahn erneut gut vorlegte, schien Kulschun besiegt. Jedoch legte er nochmal alles in die Waagschale und setzte mit 153 Holz einen gewaltigen Konter, den Lehmpfuhl mit einer erlösenden Neun im vorletzten Wurf geradeso auswich. So ging der erste Duellsieg an die Gäste. Im zweiten Duell schenkten sich die Akteure Alex Karl (548) und Thomas Buchholz (524) nichts und führten einen engen Schlagabtausch. Während Buchholz den besseren Start erwischte, sorgte die miserable zweite Bahn für Karls Führung. In den letzten Sätzen führte Buchholz stets in den Vollen, ehe er in den finalen Würfen in den Abräumern letztendlich abgefangen wurde. Demnach siegte Seelows junges Talent mit 3:1 Satzpunkten und sicherte sich den Zähler zum Ausgleich. Auch das Plus von dünnen zehn Holz stand erstmal zugunsten der Hausherren.

Im zweiten Durchgang nahmen die KSC-Hochgefühle ein Ende und die Greens sicherten sich bereits jetzt die Vorentscheidung der Partie, da Seelow nicht auf die gewohnten Stammspieler zurückgreifen konnte. So gab Andreas Weber (427) sein Bestes, um den Druck und den Erwartungen gerecht zu werden. Trotz beherzter Spielweise, sollte nicht viel gelingen. Zudem trat er gegen Ex-Seelower Karsten Trabs an, der mit 551 Holz wusste, wie das KSC-Geläuf zu bespielen ist. Als dann auch Hoffnungsträger Frank Maudrich (493) keine Mittel gegen Zechins Marco Specht (533) fand, wanderten zwei Duellpunkte und sagenhafte 154 Holz auf das Konto der Gäste. Die drohende Niederlage der Gastgeber sollte sich damit bereits ankündigen.

Im dritten Durchgang erreichte der KSC dennoch ein Erfolgserlebnis. Denn Mario Karl (519) machte es dem Sohn gleich und konnte sich nach anfänglichem Rückstand schlussendlich gegen Andy Seidemann (498) behaupten. Dabei startete der Zechiner mit 143 Holz auf der ersten Bahn recht zuversichtlich. Schaffte es dann aber nicht, dass Niveau aufrechtzuerhalten und musste sich, aufgrund ungeahnter Schwierigkeiten in den Vollen (316), geschlagen geben. Währenddessen ließ Karsten Glatzer mit der Tagesbestleistung von 568 Holz keine weiteren KSC-Erfolge mehr zu. Seine souveräne Vorstellung brachte für den nächsten Seelower Ersatzspieler Daniel Schneider (477) keine Punkte hervor. Als Herr der Lage über alle vier Bahnen besiegelte er den finalen 6:2 Auswärtserfolg der SG Zechin! Damit steht der Klassenerhalt fest, während der KSC die Reise in die Landesliga antritt. Sieger der stärksten Verbandsliga der letzten zehn Jahre ist die Mannschaft des SKC Kleeblatt Berlin II. Die SG Zechin gratuliert zu diesem Erfolg. Trotzdem ist die Saison für die Oderbrucher noch nicht zu Ende, da als nächstes die Verteidigung des Kreispokals am 21.04.2018 in Wriezen auf dem Plan steht.

Karsten Glatzer