Überragender Mitteldurchgang machte den Unterschied

2.Bundesliga Nord/Ost (Männer) - 6.Spieltag

ESV Lok Elsterwerda – SKV Rot-Weiß Zerbst 6:2 (3593:3464)

Elsterwerdas Bundesligakegler haben sich am 6. Spieltag der Saison mit einer starken Vorstellung gegen den Tabellendritten aus Zerbst behauptet und einen verdienten 6:2-Heimerfolg eingefahren. Damit gaben die Elsterstädter die passende Antwort auf die eine Woche zuvor erlittene 8:0-Pleite in Wolfsburg. Die Gäste waren seit vier Spieltagen ungeschlagen und lieferten la...nge Zeit größte Gegenwehr, doch am Ende war der ESV, insbesondere in der Mitte, an diesem Tag zu dominant.

So entwickelten sich bereits im ersten Durchgang zwei emotional geführte Duelle vor den Augen der zahlreichen Zuschauer, die dieser hochklassigen Begegnung den würdigen Rahmen verliehen. Der Zerbster Robert Heydrich (605) konnte gegen Uwe Scheibe (594) frühzeitig davonziehen. Doch Scheibe steckte nicht auf und spielte sich dank einer großartigen Schlussoffensive (171) beinahe nochmal heran. Dafür schnappte sich sein Mannschaftskollege Justin Lorenz (582) nach einem Herzschlagfinale den Mannschaftszähler gegen Denny Ackermann (578).

Im Mitteldurchgang gab sich die Meisterreserve aus Sachsen-Anhalt mit Sven Palmroth (584) und Robert Herold (601) weiter spielfreudig. Gegen die herausragenden Einzelleistungen von Elsterwerdas Stefan Kläber (620) und Michael Müller (648) waren sie schlussendlich jedoch machtlos. Vor allem Müller zelebrierte in unnachahmlicher Manier, was die bestens präparierten Bahnen hergeben und erzielte eine neue persönliche Bestleistung.

Nachdem der SKV dann auch noch spielerische Probleme hatte ins letzte Drittel zu finden, war diese Partie praktisch entschieden. Bei den Gastgebern komplettierten Benjamin Kube (571) und Martin Exner (578) das bislang beste Gesamtergebnis in der laufenden Spielzeit. Für Zerbst spielten Manuel Wassersleben (584) und Stefan Heckert (Steffen Heydrich ab dem 2. Satz, 513). Für den ESV geht es am kommenden Samstag ohne Verschnaufpause weiter zum Derby nach Senftenberg.

Martin Exner

Ausgelassene Stimmung beim ESV unmittelbar nach Spielende

Michael Müller bei der Verabschiedung durch den Schiedsrichter nach seinem Rekordspiel

Loks Stefan Kläber hielt den starken Zerbster Robert Herold in Schach