Elsterwerda entscheidet Derby gegen Senftenberg für sich

2.Bundesliga Nord/Ost (Männer) - 7.Spieltag

Derby geht daheim knapp verloren

Senftenberger verlieren erneut auf den letzten Würfen mögliche Tabellenpunkte.

Elsterwerda entführt zwei Zähler mit 3185 zu 3213 Kegeln.

Samstag - Wetter so lala. Was macht der Lausitzer Kegelsportinteressent? Genau, er fährt nach Senftenberg zum einzig wahren Derby im Brandenburgischen Kegelsport der letzten 15 Jahre. Die Senftenberger Kegler ,die Jahre lang das Aushängeschild bildeten, wurden die letzten Jahre abgehangen vom Team um Mannschaftskapitän Benjamin Kube. Trotzdem galt es auf heimischer Anlage, die den Lok Spielern bekanntlich immer schwer fällt, dagegen zu halten und endlich etwas Zählbares auf die Tabelle zu bringen.

Die Zuschauer kamen endlich wieder zahlreich, so dass man diese mit starken Würfen eventuell überzeugen könnte im Winter des Öfteren zum Anfeuern vorbeizuschauen. Die gelang aber schlussendlich nur durch die Spannung im Spiel. Die Zahlen ließen die Klasse eines Bundesligaspiels eindeutig vermissen.

Kein Totalausfall zwar, aber alles Ergebnisse von Unkonzentriertheit geprägt zwischen 519 und 546 Kegeln.

Wie schon erwähnt war dieses Derby bereits vor Jahren schon etwas ganz besonderes. Man will was zeigen und dem Gegner Paroli bieten. Genau das hemmte aber die Spieler am Setzen von präzisen Wurfserien. Wer in seinem Duell klar vorne lag wurde jeweils am Ende bitter böse überrascht. Fast jeder Spieler musste sein Duell abgeben der vorher 2:0 in Front lag. Sehr verrückt. Auch gewannen all diejenigen Spieler ihre Duelle von denen man vorher weiß Gott nicht davon ausgehen konnte. So kam es also auf die Gesamtholzzahl an. Diese kippte im Spiel immer wieder hin und her, wurde aber letztendlich von den weitaus sicherer aufspielenden Lok-Keglern verwaltet. 2,5 - 5,5 hieß es 10 Wurf vor Schluss, wodurch dann alles entschieden war. Bitter für die Seestadt Kegler, die nun angeschlagen am Tabellenende ausharren müssen. Trotzdem behalten wir den Kopf oben. Warten auf Genesung des Kaders und werden angreifen, um wieder Licht zu sehen.

Beste Spieler waren beidseitig mit 546 Kegeln Stefan Kläber aus Elsterwerda und Jens Lehmann vom heimischen SV Senftenberg.

Alexander Schuppan 

 

 

Elsterwerda gewinnt hitzige Nervenschlacht

SV Senftenberg - ESV Lok Elsterwerda 2,5:5,5 (3185:3213)

In einem hochemotionalen und jederzeit rassig geführten Derby musste sich der Aufsteiger aus Senftenberg letzten Endes knapp aufgrund der weniger erzielten Gesamtkegel geschlagen geben. Damit bleiben die Seestädter Ligaschlusslicht und müssen auf eine Kehrtwende in den kommenden Wochen hoffen. Die Gäste gehen hingegen durch diesen Auswärtserfolg auf Tuchfühlung zu den Spitzenrängen.

Die Gastgeber spielten vorn mit Alexander Schuppan (524), der anfangs keine Schwierigkeiten mit Robert Groschopp (528) hatte. Nach zwei gewonnen Sätzen kam Groschopp aber kämpferisch zurück und drehte dieses Duell auf den Schlussmetern zu seinen Gunsten. In der zweiten Startpaarung ging es zwischen Alexander Kloß und Uwe Scheibe (jeweils 530) genauso eng zur Sache. Hier bewies der Senftenberger Nervenstärke und sicherte mit dem letzten Wurf die Punkteteilung.

Im zweiten Abschnitt machte Stefan Kläber (546) eine ordentliche Partie gegen Ben Ungermann (530) und bescherte dem ESV einen weiteren Mannschaftspunkt. Dafür unterlag sein Teamkollege Michael Müller (530) dem Seestädter Jörg Bruhn (536).

Das letzte Drittel lebte weiterhin von knisternder Spannung, die bis auf die letzten Ränge zu spüren war. Senftenberg baute mit Jens Lehmann (546) und Ingo Lieschke (519) spürbar Druck auf und wurde aus den eigenen Fanreihen lautstark unterstützt. Doch der Vorjahresdritte behielt mit Benjamin Kube (544) und Martin Exner (535) kühlen Kopf und verwandelte schließlich zum vielumjubelten vierten Saisonerfolg.

Martin Exner