FC Schwedt 02 vs. SG Zechin - Gastgeber entscheidet Herzschlagfinale

Verbandsliga (Männer) - 11.Spieltag

Für die SG Zechin ging es am elften Spieltag der Verbandsliga 2018/19 in die Uckermark zum FC Schwedt 02. Wie so oft, war es eine spannende, aber leistungsschwache Partie, in der sich der Gastgeber diesmal mit 5:3 Mannschaftspunkten (MP) bei einem hauchdünnen Stand von 3062:3054 Holz durchsetzte. 

Im ersten Durchgang hatte Zechins Neuzugang Daniel Schneider (481) zu kämpfen, um das für ihn neue Geläuf erfolgreich zu bespielen. Erhebliche Schwankungen in dessen Würfen führten zu inkonstanten Ergebnissen, die FC 02-Akteur Steffen Schiller (511) den ersten Teamzähler bescherten. Etwas besser, aber dennoch zu unbeständig, agierte Andy Seidemann (507), der noch auf der letzten Bahn um seinen Duellsieg bangte. Letztendlich verteidigte er den Vorsprung auf Frank Pachmann (494), so dass die Greens in den MP ausglichen, aber mit 17 Kegel zurücklagen. 

Im Mitteldurchgang waren die Zechiner im Stande, beide Duellpunkte und einen Vorsprung von 25 Holz zu ergattern. Besonders Kapitän Robert Lehmpfuhl überzeugte mit 536 Holz. Er stellte den Bestwert der Oderbrucher auf und bezwang Jürgen Kneist (507), was für mächtig Aufwind sorgte. Indes siegte Karsten Glatzer (510) gegen Jörg Matthies (497) in einem eng geführten Match, in dem der Zechiner durch die mehr erspielten Kegel, den dritten MP einheimste. Somit schufen die Gäste eine günstige Ausgangslage für den letzten Durchgang, die es zu halten galt. 

Im letzten Drittel überraschte Schwedts Thomas Schulz und machte das Vorhaben der Oderbrucher zur Nichte. Die Tagesbestleistung von 548 Holz war unerwartet und ursächlich für den Punktgewinn gegen Karsten Trabs (520). Es lag an Thomas Buchholz (500) den wichtigen Zähler oder die Gesamtholz zu erkämpfen, um doch noch als Sieger von der Anlage zu gehen. Sein Match gegen Marcel Leverenz (505) glänzte zwar nicht mit starken Wurfserien, war aber an Dramatik und Spannung nicht zu übertreffen. Das letzte Bild hätte Buchholz räumen müssen, um den entscheiden Wurf zum Sieg zu setzen.  Leider missglückte das Abräumen und Schwedts Jubelsturm kannte keine Grenzen mehr, da Leverenz sich mit fünf Kegel mehr behauptete. 

Diese Niederlage war zwar bitter und kostete die Tabellenführung, dennoch gibt es genügend Partien zu absolvieren. Zum letzten Spiel in diesem Jahr werden nächsten Samstag (15.12.) die Gäste von Semper/AdW Berlin erwartet, mit denen man noch eine offene Rechnung zu begleichen hat.

Karsten Glatzer