SG Zechin vs. SpG Semper/AdW Berlin - desaströser Jahresabschluss

Verbandsliga (Männer) - 12.Spieltag

Den Sportjahresabschluss 2018 in der Verbandsliga Brandenburg hatten sich die Greens definitiv anders vorgestellt. Nach der knappen Niederlage gegen FC Schwedt 02 in der vergangenen Woche, wollte man sich gegen die Gäste der SpG Semper/AdW Berlin in einer besseren Form präsentieren. Während in Zechin die ersten Schneeflocken fielen, sollten die Kegel standfester denn je sein. Das gesamte Oderbrucher Sextett tat sich schwer. Daraus resultierte die mit Abstand schlechteste Vorstellung auf heimsicher Kulisse, die die Gäste aus Berlin dankend ausnutzten. Schlussendlich hagelte es die zweite 5:3-Niederlage infolge, welche mit einem Endstand von 3194:3105 Holz als desaströser, sogar peinlicher Jahresabschluss zu werten ist.

Für die raren Highlights der Partie sorgten einzig die Gastspieler. Allen voran der hoch emotionale Martin Würbach, der mit seinem Feuerwerk aus Jubelgestiken ein Top-Resultat und damit auch den Bestwert der Begegnung von 588 Holz aufstellte. Angesichts dessen blieb Karsten Trabs (522) schlicht und einfach chancenlos. Wesentlich umkämpfter war das Duell zwischen Neu-Zechiner Daniel Schneider (515) und Nico Grundmann (501). Glänzend ging Schneider in den Vollen ans Werk, zeigte aber Schwächen in den Abräumern, so dass Grundmann immer in Schlagdistanz blieb. Trotzdem gewann der Zechiner drei Sätze und schnappte sich den ersten Mannschaftspunkt für die Greens.

Im Mitteldurchgang legten die Berliner das nächste Spitzergebnis vor. Denn mit Jürgen Liss, der ausgezeichnete 560 Holz erspielte, rannten die Gäste in Sachen Holz weiter davon. Zechins Kapitän Robert Lehmpfuhl erzielte zwar den Bestwert seiner Truppe, musste sich mit 536 Holz sowie 1:3 Satzpunkten geschlagen geben. Immerhin sollten die Gastgeber in den Teamzählern mit 2:2 ausgleichen, da es Karsten Glatzer (525) gegen die Kombination aus Rudolf-Henryk Kuschmann / Lutz Frömming (512) möglich war, sich mit 2,5:1,5 Satzpunkten durchzusetzen. Berlins Holzplus betrug nunmehr 63 Kegel, die man durchaus egalisieren konnte.

Im letzten Durchgang zeigte sich aber schnell, dass, wenn überhaupt, nur ein Unentschieden im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Alle vier Akteure agierten auf Augenhöhe. Die großen Würfe vermisste man, so dass sich der Spielverlauf zu einem Kraftakt entwickelte. Beispielhaft dafür, war das Match zwischen Andy Seidemann (519) und Thomas Prill (517), welches der Zechiner erst mit dem letzten Wurf entschied und sich damit einen von zwei wichtigen Punkten schnappte. Wie lief also es bei Marco Specht? Er nahm das Duell gegen Sascha Bräuer auf. Auch hier rollte die Kugel nicht wie gewohnt, so dass man jeden halbwegs guten Wurf entsprechend bejubelte. Nachdem dritten Satz erkämpfte sich Specht eine 2:1 Führung. Unglücklicherweise verdarb eine miserable Schlussbahn die Hoffnungen auf ein versöhnliches Spielende. Bräuer hingegen erwischte mit 156 Holz einen hervorragenden letzten Satz und drehte die Partie mit 516:488 Holz sowie 2:2 Zählern völlig zu seinen Gunsten. Somit setzte es für die Greens die erste Heimniederlage der laufenden Saison.

Trotz der beiden verlorenen Spiele, verbliebt die SG Zechin über den Winter auf den zweiten Platz. Nichtsdestotrotz ging der Vorsprung auf die hinteren Plätze verloren, so dass die Spitze enger zusammenrückte.

Die SG Zechin bedankt sich bei allen fleißigen Lesern, Abonnenten und Fans für die geleistete Unterstützung im Sportjahr 2018 und wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit, ein frohes Fest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!   

Karsten Glatzer