Senftenberger Kegler nach Aufschwung je gestoppt

2.Bundesliga Nord/Ost (Männer) - 14.Spieltag

Auf Kunststoff einfach nichts zu holen.

SV Senftenberg wie so oft ohne die Chance auf zählbare Punkte aus Köpenick zurück.

Mit 2:6 und 3214 zu 3105 Kegeln ist der Gang in die Verbandsliga leider Gewissheit.

Das Bundesliga-Abstiegsgespenst hat sich nun einen dauerhaften Wohnsitz in der Senftenberger Kegellandschaft geschaffen. Wieder wird man den Gang nach der Saison in die Verbandsliga antreten müssen. Bitter aber durchaus gerechtfertigt. Gerade das Spiel auf den meist schwer zu bespielenden Bahnen der Liga zeigen immer wieder, dass das die Seestädter zu lange brauchen, um ihre eigenen Stärken auf diese Bahnen zu bringen. Teilweise misslingt das Unterfangen auch vollends.

Die wirklich auch von der Athmosphäre und Bespielbarkeit schlimmste Hürde der Saison ist in Berlin Köpenick zu nehmen. In der allseits bekannten Bahnhofshalle in der Hämmerlingstraße findet am Ende so kein Senftenberger Spieler seinen Spaß.

Trotzdem steht ein solches Spiel auf dem Spielplan und 8 motivierte Spieler hatten die Reise in die Hauptstadt angetreten. Rückenwind war ja da, nach dem zuletzt grandiosen Erfolg in Sandersdorf.

Jens Lehmann (560 Kegel und 1 MP) und Ingo Lieschke (502 Kegel / 0 MP), die Matchwinner des Auswärtscoups zuletzt, wollten die Überraschung am Leben erhalten. Jens gelang das grandios. Sein momentanes Spiel fand auch in Berlin immer wieder die Gasse und nur die letzten Würfe verhinderten einen klareren Sieg. Ingo hatte durchaus Chancen. Nutzen konnte er diese aber zu keiner Zeit und lag stets die am Ende auch ander Tafel stehenden Holz hinten. Noch war aber alles drin. Ben Ungermann (588 Kegel / 0 MP) und Alexander Kloß (466 Kegel / 0 MP) spielten sehr unterschiedlich in die Bilder. Alex hatte es schwer mit seinen Würfen. Biss sich aber durch und kam durch wenige Abräumer und Schwierigkeiten auf einer Bahn mit einer klarer Niederlage ins Ziel. Ben hatte den stärksten Berliner als Gegner und ein wenig Pech auf den Bahnen 2 und 3. Der entscheidende Kegel blieb jeweils des Öfteren stehen, obwohl seine würde heute quasi immer das richtige Ziel fanden. Erst auf der letzten Bahn ließ sein Gegenspieler nach sicherem Sieg klar abreißen und Ben enteilte mit sicheren Serien sogar weit in den Holz. Der Mannschaftspunkt und 70 Holz Differenz standen trotzdem zu Gunsten von Berlin an der Tafel.

Der Schlussdurchgang mit Jörg Bruhn/Mario Peßolat (466 Kegel / 0 MP ) und Alexander Schuppan (523 Kegel / 1 MP) wollte Ergebniskosmetik betreiben. Das gelang phasenweise aber das Spiel war längst verloren. Die Berliner spielten locker mit. Auch von der Auswechslung der Senftenberger ließen sie sich nicht beeindrucken. Am Ende gelang noch ein Mannschaftspunkt mit etwas Glück, da Alex eigentlich nur eine Bahn richtig traf. Die Tabelle als Zeugnis zeigt die klare rote Laterne für die Senftenberger. Nichts desto trotz will man sich mit 4 Spielen auf Segmentbahnen achtungsvoll aus der Liga verabschieden.

Das vorletzte Heimspiel der Saison findet bereits nächste Woche Samstag 14:00 Uhr gegen die Mannschaft aus Wörlitz statt. Endlich mal daheim Punkten lautet die Devise.

Alexander Schuppan