Deutsche Jugendmeisterschaft Bohle

Einmal Gold, viermal Bronze für Brandenburg

Deutschlands beste Jugend-Bohlekegler beendeten die Saison am Wochenende in Husum mit den Deutschen Jugendmeisterschaften. Brandenburg war mit 39 Nachwuchskeglern (7 Mannschaften und 16 Einzelstarts) einer der teilnehmerstärksten Landesverbände.

Am Freitag starteten die Mannschaften der U14. Hier konnte bei der weiblichen U14 der KFV Dahme-Spreewald erneut in die Vergabe der Medaillen eingreifen. Nach zweiten Plätzen 2015, 2016, 2018 und dem Titelgewinn in 2017 holte die Mannschaft mit 3133 Holz Bronze. Deutscher Meister wurde der KV Landkreis Rostock (3167) vor dem Berliner SKV (3146). Für den KFV Dahme-Spreewald spielten Alexa Radigk (791), Vanessa Wilde (776), Talea Schultz (785) (alle SC Einheit Luckau) sowie Leandra Lisbeth Müller (781), Auswechselspielerin war Laura Hoch (beide SG Askania Kablow 1916). Christine Schilling (Luckau) betreute das Team.

Die zweite Brandenburger Mannschaft (Prignitzer KV) nahm zum ersten Mal an einer solchen Meisterschaft teil und verkaufte sich nicht schlecht. Mit 2977 Holz belegte sie Rang 6. Mannschaftsbeste war Sarah Gundlach (SpG Prignitz) mit 782 Holz.

In der männlichen U14 traten die Mannschaften vom KFV Dahme-Spreewald und vom KFV Potsdam-Mittelmark an. Hier reichte es nicht zu einer Medaille. Die vorderen Plätze gingen an den Berliner SKV I (3230), den LKKSV Vorpommern-Greifswald (3198) und den Berliner SKV II (3187) Holz. Der KFV Potsdam-Mittelmark kam auf Rang sechs (3143). Mannschaftsbester war Aaron Sandow (SpG Werder/Havel, 777). Die Jungen vom KFV Dahme-Spreewald wurden mit 3104 Holz neunte. Mannschaftsbester war hier Theo Golze (SC Einheit Luckau, 817).

Im Rahmen der Siegerehrung wurde Maik Jaeger (SpG Werder/Havel) für seine Verdienste um den Kegelsport mit der Ehrennadel des DBKV in Bronze ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Am Samstag kämpften die Mannschaften der U18 um den Titel. Die Mädchen vom KFV Havelland behielten am Ende die Nerven und sicherten sich mit 3324 Holz die Bronzemedaille hinter dem KKV Stendal (3404) und dem KKBV Harz (3366). Für Havelland spielten Helena Matzies (830), Sophia Pasch (814) und Sarah Lieske (856) - alle Brieselanger SV sowie Jasmin Stapel (SG Blau-Weiß Pessin, 824). Auswechselspielerin war Jessica Rust, Mannschaftsbetreuer Enrico Krenz (beide Brieselang).

Bei der männlichen U18 war die Konkurrenz groß, und die Brandenburger Mannschaften konnten nicht in die Vergabe der Medaillenplätze eingreifen. Deutscher Meister wurde mit 3389 Holz der Berliner SKV, vor dem KV Nordwestmecklenburg (3385) und der JSG Holstein Ost (3381). Das Team vom KFV BK Oberspreewald-Lausitz verfehlte mit 3372 Holz knapp einen Podestplatz und wurde vierter. Mannschaftsbester war Erik Koschan (SG Kirchhain) mit 857 Holz. Die Mannschaft vom KKV Oder-Spree in rein Beeskower Besetzung wurde mit 3337 Holz siebenter. Mannschaftsbester war hier Sebastian Hahn (852).

In den Einzelvorläufen am Samstag war Brandenburg mit 16 Teilnehmern vertreten. 12 schafften den Einzug ins Finale - eine sehr gute Quote!

Am Sonntagmorgen begannen die Endläufe mit der weiblichen U14. Für Brandenburg starteten Alexa Radigk, Vanessa Wilde, Talea Schultz (alle SC Einheit Luckau) sowie Sarah Gundlach (SpG Prignitz). Mit einer souveränen Leistung und 811 Holz wurde Talea Deutsche Meisterin, vor Emely Wiedenbach (KKBV Harz, 803) und Mannschaftskameradin Alexa Radigk (796). Vanessa Wilde wurde mit 794 Holz vierte, Sarah Gundlach spielte 785 Holz und wurde achte.

Im Finale der männlichen U14 konnte Marvin Etterich (1. KC 1927 Beeskow) zwar sein Ergebnis aus dem Vorlauf verbessern, zu einer Medaille reichte es aber nicht. Mit 808 Holz wurde er fünfter. Der Titel ging an Maurice Bläß (KKBV Harz, 829) vor Tim Lukas Brunhöfer (SKV Bremervörde, 826) und Tobias Scheffler (Berliner SKV, 815).

Im Finale der weiblichen U18 standen drei Brandenburgerinnen: Helena Matzies und Sarah Lieske (beide Brieselanger SV) sowie Annika Koch (Schwarz-Weiß Kyritz). In einem spannenden Finale gewann Sarah mit 863 Holz Bronze. Deutsche Meisterin wurde Lucy Lindner vom KKBV Harz mit überragenden 890 Holz vor Merle Stöhrmann vom VHK Husum mit 866 Holz. Helena und Annika kamen mit 849 bzw. 837 Holz auf die Plätze 8 und 9.

Foto: DBKV

Im letzten Finallauf der U18 männlich waren für Brandenburg Axel Völter (SpG Eberswalde), Lukas Rietz (SG Kirchhain), Sebastian Hahn (1. KC 1927 Beeskow) und Fabian Jaeger (SpG Werder/Havel). Während Sebastian verletzungsbedingt den Wettkampf vorzeitig abbrechen musste, kämpften die anderen drei lange Zeit um die Medaillenplätze mit. Der Titel ging am Ende an Marvin Skriwanek (KV Nordwestmecklenburg) mit 879 Holz. Zwischen den Plätzen 2 bis 5 entbrannte auf den letzten Würfen ein spannender Schlussspurt. Am Ende standen für Christoph Kähler (JSG Holstein Ost) 874 Holz zu Buche. Hauke Böttjer (JSG Holstein Ost) und Axel Völter spielten ein Holz weniger. So musste ein Stechen über die Vergabe der Bronzemedaille entscheiden. Hier setzte sich aber Hauke durch, und für Axel blieb leider nur der undankbare vierte Platz.

Hier noch alle Ergebnisse.

Im Anschluss an die Siegerehrung wurden die Berufungen für den Nationalkader bekannt gegeben. Elf Brandenburger erhielten eine Einladung zum Sichtungslehrgang nach Peine: Talea Schultz und Theo Golze (SC Einheit Luckau), Sarah Lieske und Helena Matzies (Brieselanger SV), Aaron Sandow und Fabian Jaeger (SpG Werder/Havel), Lukas Rietz (SG Kirchhain), Sebastian Hahn (1. KC 1927 Beeskow), Axel Völter (SpG Eberswalde), Leandra Lisbeth Müller (SG Askania Kablow 1916) sowie Sarah Gundlach (SpG Prignitz). Wir gratulieren zur Nominierung und wünschen für das Wochenende vom 30.08. bis 01.09. viel Erfolg!

Foto: DBKV

Zum Abschluss wurde ein weiterer Brandenburgerin überrascht. Daniel Hahn (1. KC 1927 Beeskow) wurde stellvertretend für die U18 männlich aus der Jugend verabschiedet.

Foto: DBKV

Damit ist ein erfolgreiches Wochenende für den Brandenburger Nachwuchs zu Ende gegangen. Ich gratuliere allen Platzierten zu den hervorragenden Ergebnissen. Mein Dank gilt den Betreuern vor Ort, die ihren Anteil an den Erfolgen hatten. Dank auch an alle, die die jungen Keglerinnen und Kegler so gut vorbereitet haben, an den Busfahrer für die sichere An- und Abreise sowie an die Fans, die uns vor Ort unterstützten.