SV90 I gewinnt Kegelkrimi bei Hertha BSC, SV90 II mit Sechserpack auf der Heimbahn

Bundesliga 1./2.Spieltag

Am Samstag gab es in Michendorf beim Brandenburg-Derby noch lange Gesichter beim Vizemeister, als man den Zusatzpunkt um ein Holz verfehlte. Sonntag gelang dann bei Hertha BSC nach einer spannenden Partie der einzige Auswärtssieg der beiden Erstligastaffeln. Was dieser Wert ist wird man erst nach der Vorrunde sehen. Meister Kiel fuhr nur ein Punkt ein. In Oldenburg gab es nichts zu holen. Bei Seedorf holte man einen Zähler. Erfolgreich spielte die die „Zweite“ der 90er auf. Gegen Erstligaabsteiger Stralsund und Neuling Greifswald/Gützkow konnte man einen Sechserpack feiern.

SpG Michendorf/Seddin – SV90 Fehrbellin I  5369: 5298   3:0    47:31

„Pech und Unvermögen“ war das Fazit nach dem Spiel bei den Rhinstädtern. Ein Holz fehlte zum Punktgewinn, zu unterschiedlich waren die Holzzahlen des amtierenden Vizemeisters bei diesem Spiel. Nach Runde eins sah die Welt noch in Ordnung aus. Dirk Sperling (896) und Sebastian Krause (889) konnten eine fünf Holz Führung erkämpfen. Christian Rosga (885) und Norman Lorenz (895) lagen knapp dahinter. Der Mittelblock brachte dann Licht und Schatten für die 90er. Jonathan Jaeger gelang mit starken 910 Holz der Mannschaftsbestwert. Dagegen fanden weder Daniel Neumann, noch ab Wurf sechs Benjamin Münchow, den Wurf für diese Bahn. Am Ende kam nur 855 Holz zusammen. Damit lag man 31 Holz zurück. Auch die Fehrbelliner Schlussachse Alexander Wolski (877) und Dietmar Stoof (878) konnten die Heimkegler nicht halten. Somit blieb nur noch die Hoffnung auf den vorher angestrebten Zusatzpunkt bestehen. Mit einer Punktlandung, Raphael Kukla schob sich mit seine 890 Holz noch ein Holz vor Krause, blieb dieser am Ende auch noch wie im Vorjahr beim Gastgeber. Durchgangsbester wurde zudem Mitspieler Torsten Wagner mit 905 Holz.

Hertha BSC Berlin – SV90 Fehrbellin  5529: 5535    0:3   36 : 42

Hertha gewann sein erstes Spiel souverän gegen NKC 72 Berlin. Die 90er waren gewarnt. Bereits in Runde eins war es ein Spiel auf Augenhöhe. Mit einem Holz lag der Hauptstadtclub vorne. Der amtierende deutsche Juniorenmeister Timo Koch (928) und Patrick Schneider (937/Höchstholz) erspielte zwar Topergebnisse, aber das 90er Duo Sebastian Krause mit 931 Holz (9 EWP) und Dirk Sperling mit der Mannschaftsbestleistung von 933 Holz hielten sehr gut dagegen. Der 90er Mittelblock erwischte ebenfalls eine Sahnetag. Jonathan Jaeger hielt mit 924 Holz seinen Gegner Gerhard Omak und Dietmar Stoof konnte mit der Einstellung des Mannschaftsbestwertes (933) Ex-90er Nico Witter (899) 34 Holz abnehmen. Somit führte man mit 33 Holz vor der Schlussachse. Aber die Herthaner hatten ja noch Marc Süßmilch und Norbert Gattner in der Hinterhand. Für die Rhinstädter gingen Alexander Wolski und Benjamin Münchow auf die Bahn. Holz für Holz holte das Hertha Duo auf. Nach der Hälfte des Durchganges trennten beide Teams nur noch ein Holz. 90er Alexander Wolski sah man den Trainingsrückstand an. Sein Platz nahm Daniel Neumann ein. Bis zum Schluss war für beide Teams der Sieg drin. Am Ende konnte das Fehrbelliner Team Jubel. Sechs Holz trennten beide Teams. Für die Heimmannschaft erspielten Norbert Gattner und Marc Süßmilch 931 und 910 Holz, auf Gästeseite standen für Alexander Wolski/Daniel Neumann und Benjamin Münchow glatte 900 Holz beziehungsweise 914 Holz im Spielbericht.    

SV90 Fehrbellin II – KV Hansa Stralsund         5168: 5120    3:0    47:31

Einen gelungenen Saisonstart konnte die Herren II des SV90 Fehrbellin gegen Erstligaabsteiger Stralsund feiern. Nach einem spannenden Zweitligaspiel blieb der Dreier in der Rhinstadt, obwohl mit Kapitän Norbert Krämer (Urlaub) und Marco Koch (Verletzung) zwei Stammspieler fehlten.  Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 14 Holz in Führung. Hauptanteil hatte 90er Andreas Schubert der mit 872 Holz bester Holzsammler wurde. Partner Günther Speer konnte leider nicht an seine Trainingsergebnisse anknüpfen. Bei ihm standen am Ende 847 Holz an der Anzeigetafel. Auf Gästeseite begannen Tobias Oergel und Andreas Kammann mit 849 und 856 Holz. Nach Runde zwei trennten beide Clubs 24 Hölzer. Ralf Friedrich und Jürgen Rothe erspielten im Mittelblock wichtige 858 und 857 Holz, damit lagen sie zwar unter dem besten Gästeergebnis von Joachim Rasch (868), aber knapp vor dem besten Gästeergebnis von Runde eins. Hansa Spieler Christian Ziems beendete die 120 Würfe mit mageren 837 Hölzer. Im Schlussblock ließen Michael Nußbaum und Tim Ladenthin für die Hausherren nichts mehr anbrennen und bewiesen Nervenstärke. 869 und 865 Holz reichten am Ende für den Dreier, obwohl Manfred Dill mit 867 Holz nur zwei Holz zum Punktgewinn fehlten. Die 843 Holz von Gästespieler Paule Meller hatten nur noch statistischen Wert.

SV90 Fehrbellin II – Greifswald/Gützkow    5228:5069     3:0    52:26

Erstmals gab der Liganeuling in der Rhinstadt seine Visitenkarte ab. Das Heimteam wollte den zweiten Dreier einfahren. Dieses Vorhaben gelang sehr souverän. Die Startachse Günther Speer (859) und Andreas Schubert (875) sorgten für eine 19 Holz Führung. Auf Gästeseite kamen Stephan Wolfgram und Mathias Pagels auf 862 und 853 Holz. Im Mittelblock zeigten dann Ralf Friedrich und Tim Ladenthin wer Herr im Hause ist. Mit 878 und 884 Holz erkämpften sie das drittbeste Tagesergebnis bzw. das Höchstholz. Damit war das Spiel gelaufen. 109 Holz trennten beide Teams da das Gäste-Duo nur auf 839 beziehungsweise 833 Holz kam. Er letzte Durchgang war eigentlich nur noch Formsache. Michael Nußbaum erkämpfte mit 881 Holz noch einmal ein sehr gutes Ergebnis. Partner Bernd Graf, am Vortag noch als Schiedsrichter im Einsatz, ließ 851 Holz fallen. Die Mecklenburger Rainer Malz und Thomas Holtz beendeten das Spiel mit 863 und 819 Holz.   

Peter Wolski