SKC Kleeblatt Berlin - BSV Grün-Weiß Friedrichshain

2.Bundesliga Nord/Ost (Männer) - 2.Spieltag

Keine Chance auf Punkte in Berlin. Zum zweiten Spieltag gastierte unsere
Erste am Samstag in Berlin. Nach der guten Leistung im ersten Heimspiel
gegen Zerbst II. wollte man nun auch die ersten Tabellenpunkte einfahren.
Vorab: dies missglückte deutlich. Im ersten Durchgang waren es wieder
Marcel und Clemens, welche das Spiel gegen Christian Drache und Enrico
Brosch aufnahmen. Marcel hatte wie schon vor Wochenfrist wieder einen der
stärksten Gegenspieler erwischt und haderte nun noch zusätzlich mit den
Eigenheiten der Bahn und dem alten, schmaleren Kegelmodell. Drache war zu
jedem Zeitpunkt überlegen und sicherte seinen Farben mit 4:0 Satzpunkten
und sehr guten 594 zu 503 Holz den ersten Mannschaftspunkt. Clemens war
nach guten Räumern auf der ersten Bahn und dem ersten Satzpunkt auf den
folgenden Bahnen knapp unterlegen. Auf der vierten Bahn hatte er den
Duellsieg in der Hand, doch Brosch konterte wenige Würfe vor Schluss mit
der Serie "9-8-1" und hatte entsprechend noch einen Anschub, so dass auch
dieses Duell mit 3:1 und 529 zu 523 Holz zu Gunsten von Kleeblatt
entschieden wurde.

Die Hypothek von 97 Holz war schon an dieser Stelle für die weiteren
Spieler beträchtlich. Christoph und Dennis nahmen nun das Spiel im
Mitteldurchgang gegen Sebastian Käfer und den nominell stärksten Berliner
Sven Tränkler auf. Christoph konnte Käfer in den Vollen gut die Stirn
bieten, musste ihn aber ein ums andere Mal in den Räumern ziehen lassen. So
stand es nach drei Bahnen 3:0, ehe er auf der letzten Bahn mit guten 143
Holz nochmal aufholte. Das Duell endete 3:1 für Käfer bei 549 zu 523 Holz.
Dennis hatte ein dickes Brett zu bohren, zeigte sich im Vergleich zum
letzten Spiel aber stark verbessert und verbuchte für die Berliner Bahn
sehr gute 196 Räumer. Als Tränkler auf der zweiten Bahn kurz schwächelte
war er sofort da und sicherte sich den Satzpunkt. Im weiteren Verlauf
musste man aber einfach die Klasse Tränklers anerkennen und es waren immer
wieder die Neunen im Räumerspiel, welche ihn dann am Ende doch deutlich
siegen ließen.

3:1 und erneute 594 Holz auf Gastgeberseite zu 540 Holz für Dennis
bedeuteten nun 177 "Nasse" für Friedrichshain vor dem letzten Durchgang.
Diesen bestritten für uns Stefan und Sven, für Berlin Andreas Kupsch und
Jörg Seidel. Stefan benötigte die Erste Bahn um sich an das Material zu
gewöhnen und verlor dadurch den ersten Satz, im weiteren Verlauf kam er
dann aber besser mit dem Geläuf zurecht und erspielte uns so den
Ehrenzähler. Bei 220 Räumern ließ er sich nur im Spiel aufs Volle Bild
Steigerungspotenziale und beendete sein Spiel mit 3:1 Satzpunkten und 561
zu 524 Holz für Kupsch. Sven tat sich gerade am Anfang schwer und man
merkte ihm seinen Trainingsrückstand noch an. Nach 111 und 125 Holz lag er
schnell 0:2 hinten und konnte dies im weiteren Verlauf auch nicht mehr
aufholen. Seidel gewann das letzte Duell mit 3:1 Satzpunkten und 563 zu 517
Holz.

Man muss anerkennen, dass Berlin bei solcher Souveränität auf der
Heimanlage für alle Mannschaften ein äußerst unbequemer Gegner sein wird.
Der Heimvorteil durch die alten Kegel und die dadurch teils skurrilen
Fallergebnisse machen es wohl jedem Gast schwer, die Konzentration
hochzuhalten.

Das Spiel endete mit 7:1 für den Gastgeber bei 3353 zu 3167 Holz.

Am nächsten Samstag sind unsere Jungs dann bei Mitaufsteiger Schafstädt
gefordert, welche am Samstag ebenfalls mit 7:1 bei Mücheln unter die Räder
kamen. Hier wird wieder volle Konzentration auf der ergiebigen Anlage der
Schafstädter gefordert sein. Das man den Gegner schlagen kann, hat man bei
den Aufstiegsspielen schon bewiesen.

Clemens Potratz