Auch die heimstarken Kegler aus Plessa haben gegen bärenstarke Senftenberger Kegler am Ende das klare Nachsehen

Verbandsliga (Männer) - 12.Spieltag

Auch die heimstarken Kegler aus Plessa haben gegen bärenstarke Senftenberger Kegler am Ende das klare Nachsehen

2-6 nach Mannschaftspunkten und mit 3089 Kegel zu 3232 Kegel gewinnen die Senftenberger auswärts in Plessa und sind weiterhin an der Spitze der Tabelle.

2 schwere Spiele auswärts standen zum Start 2020 an. Alles kann - Nix Muss. Das war das ausgegebene Motto für die 2 Spiele. Nun kam es gänzlich anders und die Erfolgswelle wird weiterhin geritten im Senftenberger Kegelland.
Heute hatte die bis dato starke Heimtruppe von Plessa wenig entgegen zu setzen und musste am Ende klar anerkennen, dass es schon einer Ausnahmeleistung bedarf hätte, um auch dieses Heimspiel siegreich oder mit Punkten zu bestreiten.
Zu sicher waren die Entscheidungswürfe der Gäste am heutigen Spieltag.
Plessa wäre, mit einem Heimsieg heute, bis auf 3 Punkte dran gewesen an den Senftenbergern. Wäre damit engster Brandenburger Verfolger gewesen. Doch es kam anders. Am Ende fehlten den Seestädtern nur gut 20 Holz für einen neuen Bahnrekord, der durchaus im Bereich des Möglichen war.

Senftenberg stellte nach kurzfristiger Erkrankung spontan um und spielte die Aufstellung risikoreich aus.
Das gelang bombastisch. Kretzschmar (545 Kegel und 1 MP) und Schuppan (578 Kegel und 1 MP) hatten die eigentlich starken Startspieler der Heimmannschaft im Griff und konnten somit zu Beginn 2 wichtige Grundsteine legen, die in der Folge den Gegner sichtlich hemmten. Vor allem zum Schluss holten beide viele Holz raus für das Gesamtergebnis.

Im Mittelpaar sollte die Vorentscheidung herbeigeführt werden, wenn der Start schon so gelingt. Jörg Bruhn ( 522 Kegel 0 MP) und Ben Ungermann (517 Kegel 1 MP) hatten diese ehrenvolle Aufgabe.

Ben startete schwach, förmlich unterirdisch und kam gar nicht mit den Bahnen 3+4 zurecht. Jörg hingegen spielte solide und hatte eigentlich alles im Griff nach 55 Wurf. Dann verlor er plötzlich noch den sicheren 2. Satzpunkt und es wurde immer enger im Verlauf des Spiels. Am Ende verlor er auf den letzten Würfen den eigentlich sicheren Punkt komplett. Ben hingegen rappelte sich auf und gewann seinerseits den Zähler, der eigentlich schon verloren war.
Nun waren 90 Holz und ein 3:1 ins Ziel zu retten, um diesen BigPoint und den ersten Auswärtssieg in Plessa einzufahren.
Das sollte schnell Gewissheit werden. Die Startbahn von Alexander Kloß (473 Kegel 0 MP) und Jens Lehmann (597 Kegel 1 MP) war ausschlaggebend für den schlussendlichen Ausgang des Spiels. Es wurden einfach immer mehr Holz und es zeichnete sich ab, dass Jens wohl heute einen besonderen Sahnetag auf der doch recht verrückten Anlage in Plessa erwischt hatte.
Er spielte beeindruckende Serien und Einzelkegel mit einer stoischen Ruhe. Phänomenal!
Auf der 2. Bahn staunten alle Zuschauer und auch Alex Kloß und sein Gegenspieler, die sichtlich mit der Anlage haderten nicht schlecht, als Jens die Bahn 1 richtig aufriss.
Am Ende hatte er den entscheidenden Wurf bei 594 Kegeln ins volle Bild. Vorher hätte er blind getroffen. Jetzt dachte er wahrscheinlich erstmal nach, was hier möglich war und das verwehrte ihm den 600er. Schade aber Bahnrekord Senioren A und eine grandiose Leistung zum Auswärtssieg seiner Farben waren geschafft. Einfach klasse.

Nun sind es 6 Punkte Vorsprung vor dem nächsten Brandenburger Verfolger. Dieser kommt nächste Woche an den See zum Spitzenspiel.
Am kommenden Samstag 1. Februar 2020 - 14:00 Uhr rollen die Kugeln im Kegelcenter Glück-Auf.

Alexander Schuppan