Mit Sechserpack zur Tabellenführung

Bundesliga 13./14.Spieltag

Vier Spieltage vor Saisonende liegen die Kegler des SV90 Fehrbellin in der 1.Bundesliga auf dem begehrten ersten Platz. Am Wochenende konnte man gegen Oldenburg und Kiel die Bahnen als Sieger verlassen. Da Meister Kiel in der Fremde nur einen Punkt im Heimgepäck hatte und Medaillenanwärter Union Oberschöneweide zweimal den Zusatzpunkt abgab, lief das Wochenende noch dem Geschmack der 90er. Somit bleibt es weiter spannend. Vier Teams liegen gerade einmal drei Zähler auseinander. In drei Wochen haben die 90er ihre letzten Spiele auf der Heimbahn. Samstag kommt es dann zum Brandenburg-Derby gegen Seedorf. Am Sonntag ist dann Rekordmeister Rivalen Hannover Gast in der Rhinstadt.

Für das zweite 90er Team ist an diesem Wochenende die Saison zu Ende gegangen. Trotz zweier guten Auswärtsleistungen in Stralsund und Greifswald verfehlte man denkbar knapp den jeweiligen Zusatzpunkt. Mit Rang sechs konnte man aber das Saisonziel Klassenerhalt souverän erreichen.

SV90 Fehrbellin : KSK Oldenburg /Holstein  5391: 5262   3:0    49: 29

Nach der Startachse lag das 90er Sextett bereits mit 63 Holz vorne. 90er Dirk Sperling holte sich wie immer die 12 Einzelwertungspunkte mit insgesamt 923 Hölzer. Und auch Partner Jonathan Jaeger lag bis zum letzten Wurf in Richtung 900 Holzmarke. Am Ende fehlten zwei Holz. Für den Tabellenführer brachte Armin Barholtz gute 890 Holz in die Wertung und Axel Manteufel ließ 868 Holz fallen. In der Mittelachse lieferten sich dann Dietmar Stoof und der Holsteiner Jan Stender einen offenen Schlagabtausch. Obwohl der Oldenburg mit 915 Holz das beste Saisonergebnis eines Gästespielers gelang, konnte der Rhinstädter das Duell mit 919 Holz für sich entscheiden. Da Daniel Neumann auch gegen Marc Stender mit 883: 878 Holz siegte wuchs die Führung auf 72 Holz an. Die 90er Schlussachse Sebastian Krause (904) und Benjamin Münchow (864) ließen gegen Lars Boller (859) und Jan Haagen (855) nichts mehr anbrennen.

SV90 Fehrbellin : SG ETV/Phönix Kiel 5356 : 5254     3:0   47: 31

Am Ende blieben zwar alle drei Zähler in der Rhinstadt, aber Kiel war bis zum Spielende in Reichweite um den wichtigen Zusatzpunkt. Wie am Vortag waren beide 90er, Dirk Sperling (914) und Jonathan Jaeger (897) vorne. Die Kieler Startachse Frank Gerken und Jörn Kemming folgten 876 und 874 Holz. Somit ging die 90er Mittelachse mit 59 Holz Vorsprung auf die Bahnen. Dietmar Stoof spielte wie am Vortag alle vier Bahnen souverän und konnte mit 914 Holz den Tageshöchstwert einstellen. Partner Daniel Neumann fand zum Anfang keine Einstellung zur Bahn, erkämpfte am Ende aber noch 867 Holz.  Am Ende sollte diese Holzzahl für die 90er noch sehr wichtig werden. Da die Kieler Sascha Brinks (879) und Kai Ludorf (886/Mannschaftsbestwert) vorbeizogen, war der Zusatzpunkt Richtung Kiel, zumal mal im letzten Durchgang noch die Nationalspieler Alexander Eggers und Roger Dieckmann in der Hinterhand hatte. Auf 90er Seite gingen Sebastian Krause und Alexander Wolski in das Spiel. Sebastian Krause hatte auch in seinem 300. Bundesligaspiel die Bahnen in Griff und wurde mit 894 Holz Durchgangsbester. Roger Dieckmann folgte mit 885 Holz. Das Duell zwischen 90er Alexander Wolski und Alexander Eggers musste somit die Entscheidung um den Zusatzpunkt bringen. Lange Zeit waren beide gleichauf. Auf der Bahn vier ging dann nichts mehr für den Kieler und man wechselte Kapitän Dirk Richter ein.  Aber der konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Somit gewann der 90er nach sieben Wochen ohne Training das Duell mit 870 : 852 Holz und der Dreier blieb beim Heimteam.

Hansa Stralsund : SV90 Fehrbellin II 5387 : 5280  3:0   48:30

Beim Ex-Erstligsten zeigten die 90er eine gute Leistung und hielten das Spiel lange Zeit offen. Die Hanseaten gingen durch Joachim Rasch (906) und Torsten Hochmann (896) erwartungsgemäß in Führung. Fehrbellins Startachse Günther Speer und Andreas Schubert hatte 870 und 883 Holz an der Anzeigetafel zustehen. Damit trennten beide Teams 49 Zähler. Die Mittelachse der 90er konnte dann die Führung der Hanseaten auf 24 Holz verkürzen.  Für den Paukenschlag sorgte 90er Marco Koch, der mit 908 Holz das beste Tagesergebnis erspielte. Und auch die 891 Holz von Partner Tim Ladenthin konnten sich sehen lassen. Die Heimkegler Manfred Dill und Paule Meller hatten 900 und 874 Holz im Spielprotokoll. Der letzte Durchgang ging dann aber an das Heimteam. Andreas Kammann und Christian Ziems erkämpften 906 und 905 Hölzer. Auf 90er Seite kamen Bernd Graf und Ralf Friedrich auf 847 und 881 Holz.

SG Greifswald/Gützkow : SV90 Fehrbellin II   5418 : 5348  3:0  48:30

Auch beim letzten Spiel fehlten dem 90er Sextett nur eine Handvoll Hölzer zum Gewinn des Zusatzpunktes. Gleich in Runde eins fielen die meisten Hölzer. 913 und 909 Holz der Heimkegler Stephan Wolfgram und Mathias Pagels bedeuteten wieder eine 49 Holz Führung. Für Fehrbellin kamen Günther Speer und Andreas Schubert auf 872 und 901 Holz. Wieder zeigte die Mittelachse der 90er eine sehr gute Leistung. Tim Ladenthin seine 909 Holz sollten Mannschaftsbestleistung werden und Marco Koch brachte 897 Holz in die Wertung. Auf Seiten der Greifswalder hatten Olaf Perkuhn und Rainer Malz 901 und 903 Holz erspielt. Somit war wieder für die 90er der Zusatzpunkt greifbar. Am Ende sollten die 902 Holz von Ralf Friedrich nicht ganz reichen. Partner Norbert Krämer konnte mit 867 Holz nicht eingreifen. Somit reichten die 907 und 880 Holz von Thomas Holtz und dem Duo Günther Menzlin/Eckhard Rediske zum Sieg.      

Peter Wolski

Sebastian Krause 300.Bundesligaspiel