Spannend bis zum Schluss – Spitzenspiel in der Landesliga Staffel 2

Landesliga Staffel 2 (Männer) - 10.Spieltag

Wenn der Spitzenreiter und der Zweitplatzierte aufeinandertreffen, sollte Spannung vorprogrammiert sein. Dass das Spiel auf den Bahnen des gastgebenden SV Frieden BeyernI am Ende einen so engen Ausgang gegen den SV Arnsdorf II haben würde, war nicht zu erwarten. Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung an. Auf dem Spielbericht standen je Team zwei Spieler unterklassiger Mannschaften.

Im ersten Durchgang hatte es Mathias Richter von den Gästen mit dem Beyernspieler Bernd Blüher aus der II. Mannschaft zu tun. Von der ersten Kugel an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel.Mit 532 zu 536 Kegeln sicherte sich der Gast am Ende den Mannschaftspunkt. Das Glück oder Können im Kegelsport dazu gehört, ist bekannt. Auf zwei Bahnen lag B. Blüher kurz vor Ende des Durchganges knapp vorn und wurde von M. Richter durch Neunen auf den wirklich letzten Kugeln eiskalt gekontert.

Dennis Winzer sollte mit dem Arnsdorfer Jürgen Müller von der Papierform her keine Probleme haben. Dies hatte D. Winzer vielleicht im Kopf und er war mit seinen 503 Kegeln mehr als unzufrieden. Es reichte jedoch gegen die 443 Kegel des Gastes zu einem Mannschaftspunkt und insgesamt deutlichen Plus für die Beyern nach Durchgang 1 von 56 Kegeln. Punktestand 1 : 1.

Mit Christian Block und Michael Müller boten die Gastgeber in Durchgang 2 ihre Trumpfkarten auf. Robert Müller sowie Manfred Hübener gingen mit dem Willen auf die Bahnen, den Rückstand zu verringern. C. Block kämpfte am Ende vergeblich gegen die Stärke in den Räumern von R. Müller. Auch diesem Gast gelang im entscheidenden Moment durch zwei „Blanke“ der Sieg. Mit 523 zu 552 Kegeln (Tagesbestwert) büßte der Beyernspieler immerhin 29 Kegel ein.

Was machte der bis dahin Mannschaftsbeste Beyernspieler Michael Müller? Sein Fazit nach seinem Spiel: „Jetzt weiß ich wo die Mitte ist!“ In vielen Kugeln fehlte der nötige Zentimeter zur Gassenkugel. Mit dem berühmten „blauen Auge“ davongekommen, holte er den Mannschaftspunkt durch 522 zu 513 Kegel von M. Hübener.

Magere 36 Kegel nahmen Michell Getzschmann und Stefan Blüher als Plus mit in ihrem Spiel gegen Uwe Mückel und Sven Ulke. M. Getzschmann und U. Mückellieferten sich ein ausgeglichenes Spiel. Jeder Spieler gewann knapp zwei Bahnen. Am Ende reichten dem Gast magere 498 Kegel gegen noch magere 493 Kegel des Gastgebers.

Was würde aus dem Duell des Landesligaspielers aus Arnsdorf S. Ulke gegen den jungen Landesklassespieler aus Beyern S. Blüher werden? Schon auf der ersten Bahn legte der Gast mit einer 143-iger Bahn los wie die berühmte Feuerwehr. S. Blüher hatte mit 119 Kegeln klar das Nachsehen. An der Anzeigetafel war das Schrumpfen des Beyernvorsprunges mit jeder Kugel zu sehen. Auf der zweiten Bahn kam der Gast nicht so stark ins Spiel und war nur um 9 Kegel besser als der Beyernspieler. Immerhin wieder 9 Kegel weniger Vorsprung. Die Gastgeber wechselten. Thomas Will kam auf die Bahnen. Und aus Beyernsicht kann man nur sagen: Das war SEIN TAG. Mit 141 und 151 Kegeln auf den letzten beiden Bahnen sorgte er für die Beruhigung der Beyernspieler. Doch spannend blieb es. Nach Satzpunkten stand es 2 : 2. Wäre S. Ulke das gleiche Glück wie seinen Mannschaftskameraden mit Neunern am Ende der Räumer hold gewesen, der Sieg der Beyern wäre nicht zustande gekommen.

So gewinnt in einem jederzeit sportlich fairen, spannenden Spiel der SV Frieden Beyern I mit 5 : 3 gegen den SV Arnsdorf II. 3089 Kegel beim Gastgeber stehen 3037 Kegel bei den Gästen gegenüber auf dem Spielbericht.

Bernd Blüher