Vierkampf um die deutsche Meisterschaft geht in vorletzte Runde

Vorschau Bundesliga

An diesem Wochenende folgt der vorletzte Doppelspieltag in der 1.Bundesliga der Meisterrunde der Herren im Bohlekegeln. Vier Spieltage vor Saisonende haben noch vier Teams die Chance am 29.März die deutsche Meisterschaft zu feiern. Das Quartett trennt ganze drei Zähler. Die 90er haben 20 Punkte auf der Habenseite, zwei Zähler weniger besitzen Hauptstadtclub Union Oberschöneweide und der KSK Oldenburg. Einen weiteren Zähler dahinter folgt Meister Kiel. Alle vier Teams haben jeweils noch zweimal Heimrecht beziehungsweise müssen in der Fremde antreten.

Am letzten Märzwochenende spielen zudem alle vier Clubs noch gegeneinander. Fehrbellin muss dann in Oldenburg und Kiel um die Hölzer spielen. Für die 90er, die an diesem Wochenende letztmalig auf der Heimbahn spielen heißt die Parole „Hausaufgaben machen und auf Schützenhilfe der Berliner Vereine NKC 72/Iduna und Hertha BSC hoffen“. Das Fehrbelliner Sextett trifft am Samstag um 13 Uhr zum Brandenburg-Derby auf die Seedorfer. In ihren Reihen steht mit Mathias Metzdorf ein Ex-Rhinstädter. Obwohl die Prignitzer Schlusslicht in der Meisterstaffel sind, sollte man den Gegner nicht unterschätzen. Sie können frei aufspielen. Gegen die Rhinstädter kam es in den letzten Jahren besonders bei den Heimspielen in der Prignitz meistens zu einer Leistungsexplosion. Mit einer Topleistung konnte man das Hinspiel mit 2:1 gewinnen. Vor zwei Jahren sorgte man mit dem gleichen Ergebnis am letzten Spieltag dafür, dass der Meisterpokal noch an die Kieler ging. Sollten die Mannen um Kapitän Dirk Sperling aber ihre Heimstärke weiter abrufen können, dann sollten alle Zähler beim Gastgeber bleiben. In den bisherigen elf Heimspielen gab es neunmal einen Dreier für die Hausherren.                           

Am Sonntag um 10 Uhr hat man dann Rekordmeister Rivalen Hannover zu Gast. Der Vorjahresdritte kann in diesem Jahr nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen, trotzdem wird man den 90ern die Punkte nicht freiwillig überlassen. Zumal man mit den 90er noch eine Rechnung offen hat. Im Hinspiel holten die Rhinstädter bei den Niedersachsen den wichtigen Zusatzpunkt, nun soll dieser Richtung Hannover gehen. Auch gegen diesen Gegner hat man eine sehr gute Heimbilanz. In 12 Spielen hatten die Kegler aus Hannover nur einmal den Zusatzpunkt im Heimgepäck.  Das 90er Team wird natürlich alles geben um zu Hause die weiße Weste zu behalten. Ein Punktverlust wäre zudem ein herber Rückschlag für das Bundesligafinale. Ebenfalls Heimrecht haben an diesem Wochenende die Kegler von Union Oberschöneweide. Sie haben die gleichen Kontrahenten wie die 90er nur in der umgekehrten Reihenfolge. Auch die Unioner müssen beide Spiele mit einem Sechserpack beenden, will man weiter im Rennen bleiben. Die beiden weiteren Anwärter für den Titel, der KSK Oldenburg und Abo-Meister Kiel, spielen jeweils in der Bundeshauptstadt gegen den NKC72/Iduna Berlin und Hertha BSC. Auch diesen beiden Mannschaften stehen natürlich unter Zugzwang. Will man Ende März beim Bundesligafinale weiterhin um den Titel mitspielen, müssen wenigsten drei Zähler geholt werden. Dann könnte sogar die kleine Wertung die Entscheidung bringen. Die 90er hoffen natürlich das beide Berliner Clubs an die Leistungen der letzten Heimspiele anknüpfen können, dann wäre für die beiden Gastmannschaften kaum etwas Zählbares mitzunehmen.   

Peter Wolski