Deutsche Jugend Meisterschaften - U14/U18

Vizemeistertitel im Einzel für Fiona Karl

Am Pfingst-Wochenende vom 02. bis 05. Juni 2017 fanden die Deutschen Jugendmeisterschaften im Sportkegeln Classic auf den Bahnen in Ludwigshafen-Oggersheim statt. Vier Tage Kegelsport vom Feinsten und mit über 120 Dezibel Lautstärke wieder eine Fan-Kultur für sich.

Los ging es am Donnerstag, eine Anreise vor den Feiertagen war wohl überlegt, denn so umging man meistens die größeren Verkehrsbehinderungen. Für den Landesjugendfachwart Classic Andreas Meyer stand die technische Besprechung und Jugendversammlung mit den anderen Vertretern der Landesverbänden an.

Zum eigentlichen Kegeln kam es dann gleich Freitag früh. Im Mannschaftswettbewerb U14 stellte Brandenburg zwei Mannschaften männlich und eine Mannschaft weiblich. Gleich zu Beginn, um neun Uhr früh, spielte Spk. Maximilian Senkel (KSKV Elbe-Elster, ESV Lok Falkenberg) mit 501 Kegeln persönliche Bestleistung. So konnte die Hoffnung auf die Titelverteidigung gewahrt werden. Nach den ordentlichen, für Luca Hofmann (EE, Falkenberg) aber nicht zufriedenstellenden 490 Kegeln und zwei weiteren durchwachsenen Ergebnissen konnte diese jedoch nicht erfüllt werden. Schlussendlich überholte der KFV Märkisch-Oderland Elbe-Elster gar mit 16 Kegeln. Am Ende standen 1923 Kegel und Platz 8 für MOL und 1907 Kegel und Platz 9 für EE an der Anzeigentafel. Für MOL spielten Justin Schlabe 484 Kegel und Alex Karl 540 Kegel die besten Ergebnisse (beide 1. KSC Seelow). In der weiblichen Konkurrenz landete der Brandenburger Vertreter KFV Märkisch-Oderland auf Platz sechs. Hierbei konnte die Senftenberger Gastspielerin Dana Münchow mit 465 Kegeln eine persönliche Bestleistung abrufen. Des Weiteren spielten Lina-Marie Lehmann (KV GH 1974 Wriezen, 481 Kegel) und Fiona Karl (Seelow, 529 Kegel) akzeptable Ergebnisse.

Am Samstag waren dann die „großen Mannschaften“ der U18 am Start. EE und MOL in der männlichen Konkurrenz sowie EE bei den jungen Damen. Wieder gleich am frühen Morgen konnte man das beste Ergebnis der weiblichen Vertreter Brandenburgs ansehen. Véronique Lanzke (ESV Lok Elsterwerda) kämpfte sich nach zwei durchwachsenen Startbahnen zurück ins Spiel und erreichte 549 Kegel. Hiernach testeten Einzelstarterinnen Roxanne Runzer (SV Lok Uebigau, 496 Kegel) und Jasmin Mohr (Elsterwerda, 501 Kegel) die Bahn für den nächsten Tag. Das Endergebnis von 2053 Kegeln auf Platz 7 rundete Laura Müller-Deck (Uebigau) mit ihren 507 Kegeln ab. Bei den Jungs landete Elbe-Elster mit 2054 Kegeln auf Platz 8 vor Märkisch-Oderland mit 2021 Kegeln auf Platz 9. Bei EE spielten Max Schmidt (Falkenberg) 521, Fabian Zurawski (Falkenberg) 522 und Jan Opitz (SSV GW Plessa) 524 Kegel. Auf Seiten MOL spielten Maik Darge (Seelow) 500 Kegel, Peter Hammer (KV Spreenhagen) 514 Kegel und Justin Zillgitt (Spreenhagen) 515 Kegel.

Am Sonntag lag der Qualifikationslauf vor den Einzelstartern. Aus jeder Altersklasse und Geschlecht ließen wir jeweils den Landes- und den Vizelandesmeister an die Kugel. Dies bedeutete in jedem Durchgang ein Starter der Brandenburger Jugend. Den Anfang machte Markus Muschter von der SG Frauendorf mit 477 Kegel, was zu Platz 19 in der AK U14 männlich reichte. Jasmin Mohr (530, Platz 14) und Tim Kappel (ESV Lok Guben, 522, Platz 22) scheiterten an den besten Zwölf der U18 für das Finale am Montag.

Im Finale am Montag sah man gleich zu Beginn unsere U18-Vertreter im Finale. Roxanne Runzer erspielte sich nach 537 Kegeln am Vortag noch einmal 520 Kegel, was zu Platz 10 reichte. Alexander Kloß (SV Senftenberg) kam nach 558 und 545 Kegeln auf Platz 9. Eine beachtliche Leistung, dennoch hatte Alexander am Ende insgesamt dennoch schlappe 120 Kegel Rückstand auf den Deutschen Meister, Daniel Barth aus Thüringen, welcher mit fantastischen 1223 Kegeln über zwei Tage die beste Leistung zeigte. Lina-Marie Lehmann konnte zwar ihr Vorkampfergebnis von 530 Kegeln mit 504 Kegeln nicht ganz bestätigen, dennoch reichte dies für einen sehr guten fünften Platz in der weiblichen Konkurrenz der U14. Noch besser machte es Alex Karl mit 536 Kegeln und 525 Kegel. Somit kam er in der U14 männlich auf Platz vier, 8 Kegel auf die Medaille waren wenig, aber nicht zu knapp um sich nicht in seiner letzten U14 Saison über die Platzierung zu freuen. Freude hatten an Alex‘ Spiel auch die Statistiker, denn zusammen mit dem U18 Deutschen Meister stand Alex mit insgesamt nur zwei Fehlern an zwei Tagen ganz oben in der Liste. Noch zudem wurde Alex vom DKBC gesichtet und angesprochen. Dies hatte seine jüngere Schwester Fiona schon hinter sich und zeigte in diesem Jahr die Leistung, die man von ihr forderte. Lag sie am ersten Tag mit 520 Kegeln noch auf Platz 6, spielte sie sich mit ihrem Ergebnis von 546 Kegeln noch auf Platz zwei der Gesamtwertung Einzel U14 weiblich. So sicherte sie sich den Vizemeistertitel und das Gefühl, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Treppchen zu stehen.

Vier wundervolle Tage mit großen Ergebnissen, viel Spaß auch abseits der Kegelbahnen und mit einem versilberten Abschluss gingen zu Ende. Gegen 2:30 Uhr am Dienstag waren alle Brandenburger von der langen Reise wieder daheim.

Möglich gemacht hat dies vor allem das Organisationsteam aus Ludwigshafen und das des DKBC. Großer Dank geht dabei an die vielen Helfer vor Ort. Auch an den Hallensprecher Karsten, welcher es unserem Fan Frieda Bittelmann ermöglichte, die Verabschiedung ihres Kumpels Maik anzusagen. Vielen Dank an den Jugendvorstand des DKBC nebst Nationaltrainern, danke Ulrike, Jeanette und Mario! Unser Dank geht auch an die Verantwortlichen des SKVB, welche die Teilnahme im Voraus und vor Ort absicherten. Danke Lutz Gutke und danke Andreas Meyer! Danke an die vielen Fahrer, Trainer und Betreuer, deren Namen aufzulisten den Rahmen dieses „kurzen Berichtes“ sprengen würde. Danke an die Fans und mitgereisten Familien, ihr macht dieses Wochenende immer zu einem Spektakel, denn ohne euch wäre es ruhig und leer im Zuschauerraum, nicht zu vergessen die Zeit vor und nach dem Kegeln.

Und was wäre die Deutsche Jugendmeisterschaft ohne Jugendliche? Eine trostlose Kegelbahn, welche mit meist anspruchslosen Freizeitkeglern das Klischee des Kegelsportes in unserer Gesellschaft vollends erfüllen würde. Ihr bringt Leben, Freude und Spannung in die Sache. Ihr macht die Begeisterung vieler an diesem Sport aus. Ihr könnt allezeit von euch behaupten, dass ihr mit dem, was ihr macht, gegen diese Vorurteile ankämpft. Und: Ihr seid die Zukunft dieses Sportes. Ihr könnt mit eurem Tun im Rahmen des Möglichen euch das ermöglichen, was anderen verwehrt blieb oder was ihr gerne hättet. Es liegt in eurer Hand. Bleibt am Ball (an der Kugel) und habt Spaß dabei!

Abschließend wünschen wir allen Sportkameradinnen und Sportkameraden bei den noch anstehenden Wettkämpfen am kommenden Wochenende beim DKBC Ländervergleich der U14 in Roßleben (Thüringen) maximale Erfolge. Des Weiteren wünschen wir hiernach allen Aktiven eine schöne Sommerpause, denkt daran: „Kegelmeister werden im Sommer gemacht.“, ruht euch aber auch aus. Zur neuen Saison hoffen wir euch alle frisch und munter wieder zu sehen, bei Wettkämpfen der U14, U18 und für die die die Altersklasse wechseln auch in der U23.

Gut Holz!
Daniel Schneider

Alle Einzelergebnisse in der Übersicht

(Fotos Daniel Schneider + Mario Hantke)

U14 Mannschaft KSKV Elbe-Elster 2017. Titelverteidigung gescheitert, aber dennoch Pokal mitgenommen – es gibt einen neuen Wanderpokal.

Ehrung der Nationalmannschaft U18 – Véronique Lanzke (ESV Lok Elsterwerda, 3. von rechts) mittendrin.

10. in der AK U18 weiblich Einzel: Roxanne Runzer (SV Lok Uebigau)

Neunter in der AK U18 männlich: Alexander Kloß (SV Senftenberg)

Fünftplatzierte AK U14: Lina-Marie Lehmann (Wriezen) beim Abspiel

Viertplatzierter AK U14: Alex Karl (1. KSC 1959 Seelow) nach einem gelungenen Wurf

Medaillenträger der DJM 2017. Unten links: Fiona Karl (1. KSC 1959 Seelow) mit der Silbermedaille U14 weiblich für den LV Brandenburg