SKC Kleeblatt Berlin II vs. SG Zechin – Big Points in Berlin

Verbandsliga (Männer) - 3.Spieltag

Am dritten Spieltag der Verbandsligasaison 2020/21 gelang der SG Zechin der dritte Sieg in Folge und das auf einem ganz schweren Geläuf. Auswärts gegen die Routiniers des SKC Kleeblatt Berlin II, zeigten die Oderbrucher mit einem 6:2 nach Mannschaftspunkten (MP) bei einem Stand von 3046:2978 Holz eine ansprechende Leistung, die auf der Berliner Anlage erstmal gespielt werden muss. Erneut entführten die Greens die Punkte aus der Hauptstadt, die unter diesen erschwerten Bedingungen immer wieder als Big Points einzustufen sind. 

Von den Eigenheiten der Bahnanlage scheinbar unbeeindruckt, war Daniel Schneider, der mit sehr guten 531 Holz den absoluten Bestwert der Partie lieferte. Schon vor einem Jahr bewies er eine sichere Kugel und setzte dieses Mal noch eins drauf. Seine grandiose Holzausbeute bescherte einen 3:1-Sieg nach Satzpunkten (SP) gegen Berlins beständigsten Akteur, Thomas Specht (504). Bemerkenswert seine letzte Bahn, die er mit 148 Kegel beendete. Wie gesagt, auf diesem Geläuf ein wahres Kunststück. Auf der Gegenseite musste Zechins Marco Specht (505) wesentlich mehr Kraft aufwenden, um einen gut aufgelegten Heiko Bartscheck (520) überhaupt einen Satz zu klauen. Besonders im Räumerspiel erwies sich der Berliner als unbezwingbar und zog so des Öfteren davon. Letztendlich gewann Specht nur einen Zähler und musste sein Duell damit abgeben. Dennoch knackte er die 500er Marke, was hier ebenso ein Erfolg darstellte. Damit stand es nach MP ausgeglichen, aber die Greens führten mit dünnen 12 Kegel mehr.

Im Mitteldurchgang kam es erneut zur Punkteteilung und die Zechiner bauten ihren Vorsprung auf 38 Holz aus. Der Duellsieger seitens der Gäste war Karsten Glatzer (499), der es mit dem Kapitän der Kleeblätter, Jürgen Drechsler (475), aufnahm. Ausschlaggebende Punkte stellten das bessere Räumerspiel (153:132) und die doch merklich geringere Anzahl an Fehlwürfen (3:9) dar, die der Zechiner gegen seinen Berliner Kontrahenten offenbarte und somit drei Bahnen für sich entschied. Währenddessen musste der Zechiner Kapitän, Robert Lehmpfuhl (504), eine bittere Niederlage gegen Heinz Uphoff (502) verkraften. Trotz des höheren Endergebnisses, war es der SKC-Spieler, der drei Bahnen gewann und damit den Duellsieg ergatterte. Auch hier bildete das bessere Abräumen (173:151) die Grundlage des Erfolgs. Zwar startete Lehmpfuhl stets besser in die zweite Hälfte der Sätze, verschenkte aber denkbar knapp die jeweiligen SP in den letzten Würfen, so dass die Berliner ihren zweiten MP sicherten.    

Im Schlussabschnitt hieß es nun, wenigstens noch einen Zähler zu erkämpfen und den Holzvorsprung zu verteidigen. Es kam aber noch besser, da beide MP erspielt wurden und der Sieg damit in Sack und Tüten war. Jedoch zeichnete sich erst ein anderes Bild ab, da Thomas Buchholz (496) auf den ersten drei Bahnen erhebliche Schwierigkeiten mit dem besonderen Geläuf hatte. Sein Glück, dass sein Gegenspieler, Sven Lieschke (483), auch vor größeren Problemen stand. So erspielte sich der Zechiner doch einen 2:0 Vorsprung, aber Lieschke heimste den dritten Satz ein und markierte den Anschlusstreffer. Der letzte Satz war mit 142:133 Holz hart umkämpft und enthielt viele ansehnliche Wurfserien, die Buchholz, speziell im Abräumen (54), darbot und den wichtigen Duellsieg errang. Indes spielte Karsten Trabs (511) eine gute Partie, die er gegen Torsten Schwarz (494) auch benötigte. Anfangs ging der SKC-Akteur in Führung, aber Trabs wusste sich auf den drei folgenden Bahnen zu wehren und gab keinen weiteren Punkt aus der Hand. Zwar wirkte er in den Vollen recht zurückhaltend, zog aber im Räumerspiel stets davon und holte damit einen weiten MP für die Oderbrucher.

Folgerichtig steht die SG Zechin mit drei Siegen auf den ersten Tabellenplatz der Liga. Dass dieser Blitzstart möglich wäre, hatte man sich noch vor der Saison nicht vorstellen können. Die Mannschaft zeigte aber bisher große Spielfreude, Willen und den Ehrgeiz, die Zähler zu erkämpfen. So kann es nach der einwöchigen Pause weitergehen! 

Karsten Glatzer