SG Zechin vs. SV Senftenberg – Selbst deklassiert

Verbandsliga (Männer) - 4.Spieltag

Nach drei erfolgreichen Spielen in Folge, erlaubte sich die Verbandsligatruppe der SG Zechin einen Patzer, der auf heimischer Anlage nicht nur erschreckend schwach, sondern auch völlig unerwartet war. Somit entführte der Tabellenletzte aus Senftenberg, die Punkte aus dem Oderbruch mit einen 6:2 nach Mannschaftspunkten (MP) bei einem desaströsen Stand von 3162:3144 Holz.

Dass die Gäste besser in die Partie fanden, zeigte sich in persona des souverän aufspielenden Alexander Kloß, der mit 565 Holz eine klare Kampfansage äußerte. Einzig seine letzte Bahn verhinderte noch ein höheres Ergebnis. Nichtsdestotrotz blieb der so formstarke Daniel Schneider (519) unter seinen Möglichkeiten und war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, Kloß gefährlich zu werden. Währenddessen nutzte Andy Seidemann (520) seine Chance des Einsatzes und spielte eine solide Partie auf den ersten drei Bahnen gegen Jörg Bruhn (499), die ihn eine 2:1 Führung nach Satzpunkten (SP) bescherte. Im letzten Satz ebbte die Leistung ab, aber dennoch blieb Seidemann Triumphator und sicherte sich den ersten MP der Oderbrucher. Daher stand es zwar in den Punkten ausgeglichen, aber die Seestädter führten mit 25 Kegel.

Im Mitteldurchgang präsentierten sich die Greens durch Kapitän Robert Lehmpfuhl (545) und Karsten Glatzer (557) verbessert, jedoch kam nur ein MP auf das Konto der Gastgeber hinzu. Zechins Kapitän befand sich anfangs auf einem guten Weg, um Ben Ungermann (549) den Duellsieg streitig zu machen. Nach dem Seitenwechsel schaltete Ungermann einen Gang höher und glich mit 2:2 SP aus und holte mit vier Kegeln mehr, den nächsten Zähler der Gäste. Auf der anderen Seite hatte Karsten Glatzer keine Schwierigkeiten, die Kombination aus Andreas Köppen / Friedhelm Stricker (470) auf Distanz zu halten. Besonders in den Abräumern zog der Zechiner davon und bestätigte dies mit einer 159 Abschlussbahn, wobei ihn ausgezeichnete 70 Abräumer gelangen! Damit drehten die Greens die Partie in den Gesamtholz mit einem Plus von 58 Kegel bei einem Gleichstand von 2:2 MP. An sich keine schlechte Ausgangslage.

Dennoch vermag das Schlussduo aus Marco Specht (493) und Karsten Trabs (510) nicht, ihre Duelle zugunsten der Greens zu entscheiden. Vielmehr befanden sie sich in einer schockierenden Tagesform, die von den Gästen Ronny Voigt (512) sowie Alexander Schuppan (567) dankend angenommen wurde. Besonders Specht fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und vergab die Chance, wenigstens die ersten drei Sätze zu gewinnen, da auch Schuppan nur durchschnittlich agierte. Aber auf der letzten Bahn spielte der Seestädter wie ausgewechselt und zerlegte die Anlage förmlich mit exzellenten 173 Holz! Sagenhafte 71 Abräumer waren Kegelsport wie aus dem Lehrbuch. Trabs hingegen sah sich in den Vollen gegen Voigt unterlegen, da dieser schon fast im Dauertakt 9er Serien an die Anzeige zauberte. Ein anderes Bild zeichnete sich in den Abräumern ab, da hier der Zechiner wiederum der klare Sieger war. Dennoch genügte es nicht, so dass die Partie verloren ging.

Nun gilt es, sich aufzurappeln und kommende Woche in Plessa neu anzugreifen. Dass dies auch kein einfaches Spiel wird, bewiesen die Gastgeber im aktuellen letzten Heimspiel gegen Cottbus, das sie mit 7:1 MP bei einem Stand von überdeutlichen 3364:3174 Holz gewannen!

Karsten Glatzer