SG Zechin vs SSV Grün-Weiß Plessa – Jan „Junior“ Opitz beendet Oderbrucher Siegeszug!

Verbandsliga (Männer) - 7.Spieltag

Am verflixten siebten Spieltag der Verbandsliga Brandenburg 2021/22 war es nun soweit. Die SG Zechin ging zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer hervor und das ausgerechnet auf heimischer Anlage. Die sympathischen Sportfreunde vom SSV Grün-Weiß Plessa, beflügelt durch ihre jüngsten Erfolge, präsentierten sich in guter Spiellaune und mit einer kämpferischen Einstellung, die Punkte aus dem Oderbruch zu entführen. Angetrieben durch Motivation, Selbstvertrauen und einer denkwürdigen Darbietung ihres Youngsters, siegten sie mit 5:3-Mannschaftspunkten bei einem Stand von 3270:3208 Holz.

Dabei sahen die Greens über weite Strecken der Partie als die wohl möglichen Sieger aus, wobei die Führung in der Gesamtholzzahl sich am Ende als zu gering herausstellte. Der Auftakt gelang, wenn auch mit einigen Abstrichen, nach Maß, da die Zechiner Karsten Glatzer (525) und Andy Seidemann (550) beide Zähler erkämpften. Während Glatzers Vorstellung von Licht und Schatten geprägt war, agierte Seidemann, ohne große Schwankungen, durchweg konstant und souverän. Beginnend mit Glatzer, der ein gutes Spiel in der ersten Hälfte gegen Jens Horn (524) ablieferte, rückte Punkt Nummer eins in greifbare Nähe. Mit dem Seitenwechsel verschwanden jedoch die soliden Würfe in die Gasse, so dass sich ein völliger Einbruch ereignete. Dies nutzte Horn natürlich aus und das Duell war wieder offen. Auch im Folgenden blieb es zäh und erst mit dem letzten Wurf erzielte der Zechiner das eine Holz mehr, um den glücklichen Duellsieg zu realisieren. Wie angesprochen, überzeugte Seidemann auf ganzer Linie und das auch gegen Plessas Stütze Uwe Gärtner (532), der diesmal schwer zu kämpfen hatte. Schon nach drei gespielten Sätzen entschied der Zechiner das Match vorzeitig und hielt auch das letzte Aufbäumen Gärtners mit 149:138 Holz stand, um auch hier nicht allzu viele Kegel zu verlieren.

Im Mitteldurchgang startete Karsten Trabs (554) mit einer Eröffnung von 153 Holz furios ins Kräftemessen mit Swen Thron (542) und ließ dabei an seine 600er Performance in der Vorwoche erinnern. Allerdings sollten die übrigen Bahnen nicht an diese anknüpfen können, waren aber allesamt solide und ließen Trabs mit 2:0-Sätzen in Führung gehen. Nach dem Seitenwechsel blieb der SSV-Akteur stets siegreich und glich sogar in den Satzpunkten aus, vermag es jedoch nicht, den Rückstand in den Holz aufzuholen. Damit war der dritte Zähler auf dem Konto der Gastgeber. Während dessen entpuppte sich Marco Specht (529) zur tragischen Figur der Begegnung, da dieser gegen Maik Buchhold (520) das höhere Resultat erspielte, aber mit 2,5:1,5-Sätzen unterlag. Hier verpassten die Oderbrucher, das frühzeitige Remis herauszuspielen, mit dem man sich durchaus hätte anfreunden können. Sei es wie es sei, der Zechiner zeigte sich kämpferisch und wendete auf der dritten Bahn bereits die Vorentscheidung ab. Aber vier fatale Fehlwürfe im Entscheidungssatz waren in der Höhe zu viel, um den so wichtigen Punkt zu verbuchen. Folglich stand es 3:1 für die Oderbrucher, bei einer mageren Führung von 40 Holz.

Dass diese Führung nicht genügte, zeigte bereits die erste Bahn im Schlussdurchgang. Es war Plessas Youngster, Jan „Junior“ Opitz, der, wie bereits im Vorbericht gescoutet, sich in einer exzellenten Form befand. Startend mit sagenhaften 166 Holz gegen Zechins Nico Grundmann (552) war das Polster schon so gut wie aufgebraucht. Obwohl Grundmann sein Bestes versuchte, stellte sich Opitz als schier unüberwindbar heraus. Als er dann noch auf der dritten Bahn erneut 166 Kegel an die Anzeigetafel schmetterte, war die Partie bereits entschieden. Schlussendlich stoppte der Totalisator bei hervorragenden 607 Kegel, die den Siegeszug der Greens beendeten. Auch Kapitän Robert Lehmpfuhl (498) konnte daran nichts ändern, da dieser einen gebrauchten Tag erwischte. Klar und deutlich unterlag er gegen Frank Richter (545), so dass die letzte Hoffnung auf ein Unentschieden verloren ging.

Die Gäste aus dem Elbe-Elster-Kreis fuhren als die verdienten Sieger nach Hause. Für die Zechiner Jungs gilt es die erste Niederlage gut wegzustecken, um in zwei Wochen auf der ergiebigen Anlage in Elsterwerda neu anzugreifen und schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Bis dahin, allen eine gute Erholung!

Karsten Glatzer