SG Zechin vs. SKC Kleeblatt Berlin II - Pflichthürde genommen, Endspiel voraus!

Verbandsliga (Männer) - 12.Spieltag

Am Sonntag, 10.04.2022, gab die Verbandsligatruppe der SG Zechin ihr letztes Heimspiel vor vertrauter Kulisse in der Saison 2021/22, in dem die Bundesligareserve vom SKC Kleeblatt II erwartet wurde. Die Gäste betonten in ihrer Eröffnungsansprache, dass sie ohne jeglichen Druck aufspielen können, da sie gefestigt im Mittelfeld standen. Die Greens hingegen mussten diese Partie gewinnen, um weiterhin die Silbermedaille im Blick zu haben. Denn bereits einen Tag zuvor entführte der Mitstreiter um den Silberrang, SV „Frieden“ Beyern, die Zähler aus Lauchhammer mit sehenswerten Resultaten und einem starken 7,5:0,5 nach Mannschaftspunkten (MP). Trotz der vermeintlichen Drucksituation blieben die Oderbrucher nervenstark und bewiesen im letzten Auftritt daheim nochmals ihre Stärke. Ähnlich wie der Sieg der Beyern, fiel der Erfolg der Greens ebenso hoch aus. Mit dem bereits vierten 8:0-MP der laufenden Spielserie bei einem Stand von 3203:2999 Holz schickte man die Gäste aus der Hauptstadt wieder nach Hause und bereitete damit alles für den Showdown im Kampf um Platz zwei in der nächsten Woche in Beyern vor.

Der Zechiner Startdurchgang mit Andy Seidemann (573) und Thomas Buchholz (532) rief optimale Leistungen ab, um ihre Berliner Widersacher Heiko Bartscheck (557) sowie Olaf Richter (510) im Zaum zu halten. Anfangs sah es aber zunächst für die Gäste sehr zuversichtlich aus, da beide „Kleeblätter“ die ersten Satzpunkte erspielten. Vor allem Bartscheck sicherte sich den Start mit 142, 144 Kegel und ging gegen Seidemann mit 2:0-Sätzen in Führung. Allerdings konterte der Heimakteur bemerkenswert mit 158 Holz bei starken 62 Abräumern und ließ auch abschließend mit 145 Kegel nicht nach. Damit drehte Seidemann das Duell völlig und gewann dies mit dem Tagesbestwert der Begegnung! Unterdessen bäumte sich Buchholz in der Spielmitte auf, die er mit 141, 143 Holz aussichtsreich gestaltete. Zwar vollbrachte Richter es noch zur 2:2-Satzteilung, unterlag jedoch in der Abrechnung im Endergebnis. Damit gingen die Greens mit beiden Matchpunkten und einem Plus von 38 Holz in den Mitteldurchgang.

Dieser war leider nicht so präsentabel, zumindest nicht von den Resultaten her. Dafür glänzte man mit Effizienz, indem beide Duellzähler ergattert wurden. Zu Stande brachten dies Karsten Glatzer (503) und Marco Specht (508), die mit Torsten Schwarz (489) sowie Anton Drache (450) gnädige Spielgefährten abbekamen. Während Specht gegen seinen jungen Kontrahenten alle Sätze gewann, ohne dabei wirklich herauszuragen, ließ auch Glatzer spektakuläre Wurfserien vermissen, wobei dennoch 2,5-Satzpunkte auf dessen Konto wanderten.

Wesentlich anschaulicher agierten Karsten Trabs (559) und Kapitän Robert Lehmpfuhl (528), die vor allem auf ihrer zweiten Bahn zeitgleich für ein Feuerwerk sorgten. Mit exzellenten 155 Holz zerlegte Trabs die Anlage und der Kapitän fügte seinerseits erstaunliche 157 Kegel hinzu! Allerdings war die Luft bei Lehmpfuhl danach raus und schleppte sich nur durch die verbleibenden Sätze. Trotzdem setzte er sich mit 3:1-Punkten gegen Jürgen Drechsler (488) durch. Auch Trabs kam an das Niveau des zweiten Satzes nicht mehr heran, kratzte aber an der 140er Marke pro Bahn. Seine fehlerfreie Vorstellung war einfach nur prima. Indes musste sich Berlins Heinz Uphoff (505) klar geschlagen geben.

Mit diesem Sieg steht bereits jetzt fest, dass die Greens eine Medaille erlangen werden. Die Frage ist nur, welche Farbe sie haben wird? Das stellt sich in der letzten Partie gegen Beyern am Samstag, 23.04.2022, heraus, in der richtige Endspielstimmung im Kampf um den Silberrang aufkommen wird. Für diese Woche verschafft man sich etwas Ablenkung durch das am Karfreitag stattfindende Oster-Kegeln und im MOL-Kreispokalfinale am Samstag.

Karsten Glatzer