SV Senftenberg vs. SG Zechin – Quer über den See gepustet

Verbandsliga (Männer) - 16.Spieltag

Dass auswärts nichts gelingt, ist mittlerweile klar. Dennoch war die SG Zechin zuletzt knapp an den Zählern dran, aber in Senftenberg hingen die Trauben deutlich höher. Auch dem geschuldet, dass die Zechiner in der Breite wiederholt versagten. Demnach trat man die Heimreise mit einer 6:2-Niederlage bei 3391:3299 Holz ins Oderbruch an.

Zum Auftakt zeigte sich, dass beide Punkte im möglichen Bereich lagen. Leider hielt das Formtief von Karsten Trabs (520) weiter an, sodass dies unerwartet das Duell gegen Alexander Kloß (550) kostete. Der Heimakteur sah sich im Abräumen stets im Vorteil und bestrafte die hohen Schwankungen des Gegenübers mit drei gewonnen Bahnen. Derweil bewies auch Neuzugang Max Flemming (545) diverse Ungenauigkeiten, hatte aber mit Jörg Bruhn (536) einen Kontrahenten, der an diesem Tag ähnlich performte. In drei Sätzen ging es sehr eng zur Sache. Nur wenige Kegel trennten beide voneinander. Abschließend strauchelte Bruhn im finalen Räumerspiel, was Flemming zum wichtigen Duellsieg nutzte. Damit jeweils ein MP pro Team, aber die Seestädter führten mit 21 Holz.

Bis hierhin sollte es noch ein knapper Wettstreit sein, aber Senftenbergs Mitte aus Ben Ungermann (597) und Erik Münchow (595) gaben der Partie ein neues Setting. Sie steigerten den Vorsprung auf 90 Kegel und kassierten beide Zähler. Zusätzlich bescherte der famose Auftritt des Duos einen ordentlichen „Boost“ in der Motivation für den nachfolgenden Durchgang. Zunächst versuchte sich Nico Grundmann, der aber schnell konstatierte, dass er mit der modifizierten Anlage nicht zurechtkam. Es übernahm Philipp-Justin Weerts (kombiniert 544), der drei konstante Bahnen ab der 140er Marke offenbarte. Zwar erblasste dies gegen einen traumwandlerisch gut aufgelegten Ungermann, aber trotzdem empfahl sich Weerts für einen Startplatz in der nächsten Partie. Gleichzeitig verhinderte das Abräumen von Karsten Glatzer (579) ein noch besseres Ergebnis und wahrscheinlich den Punktgewinn gegen Münchow, der zurzeit seine „Breakout-Season“ durchlebt. Vor allem wegen eines wiederholt auftretenden Durchhängers, der einfach zu viel Holz fraß, begruben sich die letzten Hoffnungen auf einen weiteren MP. Die danach folgende „Bahn des Tages“ mit exzellenten 172 Kegel war purer Augenschmaus, aber im Endeffekt nur Ergebniskosmetik.

Zum Abschluss durften Kapitän Robert Lehmpfuhl (563) und Marco Specht (548) sich an Wirkungsstätte sowie Gegner versuchen. Tatsächlich rang Zechins Mannschaftsleiter Stück für Stück seinen Gegenspieler Philipp Strehl (533) nieder ohne dabei wirklich zufrieden mit seiner Vorstellung zu sein. Einmal lief es mit 153 Holz richtig gut, die schlussendlich den größeren Holzunterschied ausmachten. Insgesamt behauptete sich Lehmpfuhl auf allen vier Bahnen. Gleiches auf der anderen Seite: Hier spulte, wie erwartet, Alexander Schuppan (580) ebenfalls seine Leistung ab, die Marco Specht (548) in Gänze nicht zu kontern vermochte. Allerdings lag er speziell in der Anfangsphase nicht weit vom SV-Chef entfernt, aber zum Überholen reichte es eben nicht.

Dementsprechend unterlagen die Greens erneut und rutschten auf den siebenten Platz ab. Irgendwie kam sie doch noch mit einem blauen Auge davon, da „BaLi“ und Semper parallel verloren. Es liegt immer noch in der eigenen Hand, den Abstiegsstrudel zu verhindern. Dafür muss aber der Sieg am Sonntag, 07.04.2024, gegen das Schlusslicht aus Cottbus her.

Karsten Glatzer