Fürstenwalde will den Weltrekord – Interview mit Bastian Schaaf

Herr Schaaf, sechs Spieler sollen innerhalb von 24 Stunden gemeinsam mehr als 251.630 Pins erzielen – wie ist die Idee zu diesem außergewöhnlichen Weltrekordversuch überhaupt entstanden?

Die Idee ist aus unserem Vereinsleben heraus entstanden. Die Bowlingabteilung der BSG Pneumant Fürstenwalde, die Starframers, feiert 2026 ihr 25-jähriges Bestehen. Wir wollten dieses Jubiläum nicht einfach nur mit einer Feier begehen, sondern mit einem Projekt, das sportlich herausfordert, den Verein sichtbar macht und Menschen zusammenbringt.
Irgendwann stand dann die Frage im Raum: Warum nicht etwas versuchen, das noch nie jemand in Deutschland geschafft hat? So kamen wir auf den bestehenden 24-Stunden-Weltrekord im Bowling. Der aktuelle Rekord liegt bei 251.630 Pins und wurde 1997 in den USA aufgestellt.
Für uns war schnell klar: Wenn wir dieses Projekt angehen, dann richtig – mit sechs Spielern, einem starken Team im Hintergrund und dem Ziel, Fürstenwalde und den Bowlingsport in Brandenburg überregional sichtbar zu machen.

Ein Projekt dieser Größenordnung braucht sicherlich eine lange Vorbereitung: Wie weit sind Sie aktuell mit der Planung und welche organisatorischen Herausforderungen mussten bisher gelöst werden?

Die Planung läuft inzwischen sehr konkret. Der eigentliche Rekordversuch ist für den 1. und 2. August 2026 im Strikers 2.0 in Fürstenwalde vorgesehen. Die Anmeldung beim Rekord-Institut für Deutschland ist erfolgt, und wir befinden uns aktuell in der organisatorischen und sportlichen Vorbereitung.
Ein erster wichtiger Schritt ist das Training unter realistischen Bedingungen. Am 29. Mai 2026 findet ab 22 Uhr ein erstes sechsstündiges Training im Strikers 2.0 statt. Dabei geht es nicht nur um die sportliche Leistung, sondern auch um Abläufe: Ballversorgung, Pausenmanagement, Dokumentation, Verpflegung, medizinische Betreuung und die Unterstützung der Spieler während der Belastung.

Viele Bausteine stehen bereits. Die ärztliche Betreuung wird durch Dr. med. Max Elstermann von Elster sichergestellt:

https://praxis-elstermann.de

Der Ergotherapeut Guido Lambrecht aus Fürstenwalde unterstützt uns ebenfalls vor Ort:

http://ergo-fw.de/

Die Verpflegung übernimmt EDEKA Förster nach ärztlicher Empfehlung:

https://www.edeka.de/maerkte/800871

Außerdem hat unsere Versehrtengruppe bereits Spendenboxen gebaut, die im Bowlingcenter und an weiteren Orten in der Stadt aufgestellt werden.
Eine große Herausforderung bleibt die Koordination der vielen Helferinnen und Helfer. So ein Rekordversuch besteht nicht nur aus sechs Spielern auf der Bahn. Dahinter steht ein ganzes Team, das Bälle reinigt, Bälle zureicht, dokumentiert, versorgt, motiviert und im richtigen Moment entlastet.
Erfreulich ist außerdem, dass auch die lokale Berichterstattung bereits angelaufen ist. Der Spreebote begleitet unser Projekt und hilft dabei, den Rekordversuch in Fürstenwalde und der Region bekannter zu machen:

Neben der sportlichen Leistung spielt auch die Finanzierung eine große Rolle. Wie wird der Weltrekordversuch finanziert und welche Unterstützung benötigen Sie noch von Sponsoren oder Partnern?

Ein Projekt dieser Größe ist ohne Unterstützung nicht umsetzbar. Wir finanzieren den Rekordversuch über Eigeninitiative, Spenden, Sponsoring und Sachleistungen. Erste Unternehmen und Unterstützer aus der Region haben bereits geholfen. Dank dieser Spenden konnten wir bereits die Anmeldegebühr für den Rekordversuch bezahlen – dafür sind wir sehr dankbar.

Zu den bisherigen Unterstützern gehören unter anderem:

F/G/M Mettchen Müller GmbH & Co. KG / Autohaus Mettchen

https://fgm-mm.de

Lackiererei Wunsch

https://www.wunschlack.de

Autohaus Spree-Eck Fürstenwalde

https://www.citroen-haendler.de/spree-eck-fuerstenwalde

Auch EDEKA Förster unterstützt uns im Bereich Verpflegung:

https://www.edeka.de/maerkte/800871

Trotz dieser wichtigen Hilfe sind wir noch lange nicht am Ziel. Wir suchen weiterhin finanzielle Unterstützung, insbesondere auch einen Hauptsponsor, der dieses außergewöhnliche Projekt sichtbar begleitet. Benötigt werden Mittel unter anderem für Organisation, technische Umsetzung, Dokumentation, Verpflegung, medizinische und therapeutische Begleitung, Werbematerialien sowie alles, was für einen regelkonformen Rekordversuch erforderlich ist.
Zusätzlich freuen wir uns über Sachleistungen und praktische Hilfe. Besonders gesucht werden aktuell noch Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die das Event ehrenamtlich begleiten und Erfahrung im Bereich Taping haben. Bisher konnten wir in diesem Bereich leider noch kein Unternehmen finden, das uns unterstützen kann. Deshalb sind wir hier weiterhin auf der Suche nach engagierten Partnern oder Fachkräften.
Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann dies über unsere GoFundMe-Seite tun. Alle Infos dazu gibt’s über die Social-Media Kanäle der BSG Pneumant Fürstenwalde bzw. der Starframers Fürstenwalde.
Jede Unterstützung hilft uns, diesen Rekordversuch professionell vorzubereiten und Fürstenwalde als Sportstadt stark nach außen zu tragen.

Für die Spieler wird der Versuch körperlich und mental extrem belastend sein. Wie bereiten sich die Teilnehmer auf die 24 Stunden Dauerbowling vor und welche Strategien gibt es, um Konzentration und Fitness aufrechtzuerhalten?

Die Belastung wird enorm sein. 24 Stunden Bowling bedeuten tausende Würfe, dauerhaftes Stehen, ständige Wiederholung der gleichen Bewegungsabläufe und eine hohe mentale Anspannung. Deshalb bereiten wir uns nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch und medizinisch auf den Versuch vor.
Die Spieler werden gezielt an lange Belastungsphasen herangeführt. Die Trainings dienen dazu, realistisch zu testen, wie Körper, Konzentration und Abläufe über mehrere Stunden funktionieren. Dabei geht es auch darum, Pausen richtig zu nutzen, die Belastung der Gelenke zu beobachten und herauszufinden, welche Versorgung während des Versuchs wirklich sinnvoll ist.
Ein zentraler Punkt ist das Team hinter den Spielern. Die Unterstützer arbeiten im Schichtsystem, denn auch sie haben eine enorme Belastung. Sie reinigen Bälle, reichen sie den Spielern an, achten auf Abläufe, unterstützen bei der Versorgung und helfen dabei, dass die Spieler möglichst wenig unnötige Wege und Bewegungen haben.

Medizinische und therapeutische Betreuung spielen ebenfalls eine große Rolle. Mit Unterstützung durch Dr. med. Max Elstermann von Elster

https://praxis-elstermann.de

sowie ergotherapeutischer Begleitung durch Guido Lambrecht

http://ergo-fw.de/

angepasster Verpflegung durch EDEKA Förster

https://www.edeka.de/maerkte/800871

und hoffentlich zusätzlicher physiotherapeutischer Hilfe wollen wir dafür sorgen, dass die Spieler die 24 Stunden möglichst stabil und gesund durchhalten.

Am Ende wird es nicht nur auf Kraft ankommen, sondern auf Disziplin, Teamarbeit, mentale Stärke und einen klaren Ablaufplan.

Was würde ein erfolgreicher Weltrekord für die BSG Pneumant Fürstenwalde und den Bowlingsport in Brandenburg insgesamt bedeuten?

Ein erfolgreicher Weltrekord wäre für uns als BSG Pneumant Fürstenwalde und für die Starframers natürlich ein historischer Moment. Aber es geht uns nicht nur um eine Zahl oder einen Eintrag. Es geht darum zu zeigen, was mit Zusammenhalt, Leidenschaft und ehrenamtlichem Engagement möglich ist.
Für unseren Verein wäre es ein starkes Zeichen zum 25-jährigen Bestehen der Bowlingabteilung. Viele Menschen arbeiten seit Jahren dafür, den Bowlingsport in Fürstenwalde lebendig zu halten – im Männer-, Frauen-, Kinder- und Inklusionsbereich. Ein solcher Rekordversuch kann Aufmerksamkeit schaffen, neue Menschen für den Sport begeistern und zeigen, dass Bowling weit mehr ist als Freizeitspaß. Es ist Sport, Ausdauer, Technik, Konzentration und Teamgeist.
Auch für den Bowlingsport in Brandenburg wäre ein erfolgreicher Rekord ein wichtiges Signal. Wir möchten zeigen, dass große sportliche Projekte nicht nur in großen Städten entstehen können. Auch in Fürstenwalde kann etwas wachsen, das über die Region hinaus ausstrahlt.

Dabei hilft uns auch die regionale Aufmerksamkeit, unter anderem durch die Berichterstattung des Spreeboten:

Wenn wir am Ende tatsächlich den Rekord brechen, dann wäre das nicht nur unser Erfolg, sondern ein Erfolg für alle, die uns unterstützt, begleitet und an dieses Projekt geglaubt haben.